Santa Barbara. Nach dem Schock um Christoph Baumgartner sorgt nun auch David Alaba für Unruhe im ÖFB-Lager. Der Kapitän fehlte sowohl am Samstag als auch am Sonntag beim Mannschaftstraining im Harder Stadium in Santa Barbara und absolvierte stattdessen ein individuelles Programm im Fitnesszelt neben dem Platz.
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Offiziell spricht der ÖFB von "Belastungssteuerung". Dennoch schrillen bei vielen Fans die Alarmglocken. Schließlich musste Alaba bereits im Testspiel gegen Tunesien zur Halbzeit wegen muskulärer Probleme ausgewechselt werden. Immerhin brachte eine MRT-Untersuchung Entwarnung. Eine Muskelverletzung wurde nicht festgestellt. "Es besteht kein Grund zur Sorge", teilte der Verband mit. Dennoch wird der 33-Jährige aktuell vorsichtig aufgebaut.
Erinnerungen an EURO 2024 werden wach
Denn niemand im ÖFB möchte erleben, was bereits bei der EURO 2024 bittere Realität war. Damals musste Alaba nach seinem Kreuzbandriss die gesamte Endrunde von der Seitenlinie verfolgen und übernahm lediglich die Rolle des Non-Playing-Captains.
Genau dieses Szenario soll sich bei der WM 2026 nicht wiederholen. Für den Wiener ist das Turnier weit mehr als nur eine weitere Endrunde. Es ist seine erste Weltmeisterschaft überhaupt – und mit 33 Jahren vermutlich auch die letzte Gelegenheit, sich auf der größten Bühne des Weltfußballs zu präsentieren. Ein erneuter Rückschlag käme daher zur Unzeit. Bereits in der vergangenen Saison wurde Alaba bei Real Madrid immer wieder von Verletzungen und körperlichen Problemen zurückgeworfen. Die Bilanz: lediglich 16 Pflichtspiele und insgesamt 575 Einsatzminuten.
WM als letzte große Bühne für Karriere
Hinzu kommt, dass seine sportliche Zukunft derzeit offen ist. Nach dem Real-Abschied sucht der Routinier eine neue Herausforderung. Die WM könnte daher zur idealen Bühne werden, um seinen Wert noch einmal auf höchstem Niveau unter Beweis zu stellen. Umso genauer wird nun jeder Schritt des Kapitäns beobachtet.
Noch gibt der ÖFB Entwarnung. Doch nach dem Training in Santa Barbara bleibt ein ungutes Gefühl. Fußball-Österreich hofft, dass Alaba in den kommenden Tagen wieder voll ins Mannschaftstraining einsteigen kann. Denn eines ist klar: Bei dieser WM will er nicht erneut der Mann an der Seitenlinie sein, sondern jener, der Österreich als Kapitän auf dem Platz anführt.
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