Protest in Wien
Anrainer blockieren Straßen gegen laute Autoposer
Schon seit gut zwei Jahren sorgen Hupkonzerte, heulende Motoren und laute Musik für schlaflose Nächte in Teilen der Innenstadt. Davon betroffen sind unter anderem die Salztorgasse, die Vorlaufstraße, Tuchlauben, der Hohe Markt und die Rotenturmstraße. Nun nahmen die Anrainerinnen und Anrainer die Sache an diesem Wochenende selbst in die Hand. Um die sogenannten Autoposer am Rundenziehen zu hindern, meldeten sie bereits zum vierten Mal Straßensperren an und stellten schlichtweg Heurigenbänke auf, wie "ORF Wien" berichtet. Die Demonstrationen finden ganz bewusst zu jenen Zeiten statt, zu denen das Problem am größten ist – nämlich am Wochenende zwischen 20.30 und 23.30 Uhr.
Auch interessant
Kontrollen bringen nur wenig Erfolg
Zwar hat die Polizei bei ihren Schwerpunktkontrollen bereits Hunderte Anzeigen erstattet, doch das löst das Problem offenbar nur punktuell. Gegenüber dem ORF schilderte Felix Eggenburg, Mitinitiator der Proteste, seine Beobachtungen so: "Sobald die Polizei wieder weg ist, ist die Situation genau wieder wie vorher."
Vorwiegend männliche Lenker versuchen laut Polizei vor allem in den Nächten von Donnerstag bis Sonntag, mit oft nur für das Wochenende gemieteten Autos auf sich aufmerksam zu machen.
Ruf nach einem Nachtfahrverbot
Die Initiative erhofft sich nun rasche Unterstützung von der Politik und fordert ein Nachtfahrverbot an Wochenenden für Nichtanrainer. Zusätzlich sollen die Einbahnregelungen so geändert werden, dass das ständige Rundendrehen in den Gassen unmöglich wird. Bezirksvorsteher Markus Figl (ÖVP) kündigte vor einer Woche an, dass der Bezirk das Nachtfahrverbot prüfen lassen will.
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden