Liesing und Hietzing

Asbest auf Wiens Straßen: ÖVP schlägt Alarm

Eine Hand mit Handschuh hebt ein Stück Asbest von einer Asphaltoberfläche auf.
© Greenpeace
Die jüngsten Asbest-Verdachtsfälle in den Wiener Bezirken Liesing und Hietzing rufen neben Greenpeace auch die Volkspartei auf den Plan. Sie fordert volle Aufklärung und Schutz der betroffenen Familien.
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Wien hat ein Asbest-Problem, wie die Auswertung von Bodenproben der letzten Wochen ergeben hat. Das hochgiftige Material findet sich nach und nach über die ganze Stadt verteilt. "Die von Greenpeace vorgebrachten Hinweise auf mögliche Asbestbelastung auf Straßen werden von der Stadt Wien selbstverständlich ernst genommen und sorgfältig geprüft", heißt es vonseiten der MA 28. Greenpeace hat nach eigenen Angaben mehr als 300 Meldungen aus der Bevölkerung von Asbestfunden in Vorgärten, Straßen, Kinderspielplätzen, Krankenhäusern, Siedlungsstraßen und Wegen erhalten. Grundsätzlich ist der Einbau asbesthaltiger Materialien im Straßenbau unzulässig.

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Wiener ÖVP schlägt Alarm

Der Causa nimmt sich auch die Wiener ÖVP an. Sie schlägt nach dem bekannt gewordenen Asbest-Verdachtsfall in Liesing (an der Grenze zu Hietzing) Alarm: "Wenn es um die Gesundheit und Sicherheit von Kindern und Familien geht, darf es keinerlei Verzögerungen geben. Jeder Asbest-Verdachtsfall muss vollständig und so rasch wie möglich aufgeklärt werden. Ich nehme die Sorgen der Menschen sehr ernst, Gesundheit und Information haben absolute Priorität", so die Hietzinger Bezirksvorsteherin Johanna Zinkl.

Hietzinger Bezirksvorsteherin Johanna Zinkl und Liesing-Obmann Patrick Gasselich (beide ÖVP) am Rosenhügel.
Hietzinger Bezirksvorsteherin Johanna Zinkl und Liesing-Obmann Patrick Gasselich (beide ÖVP) am Rosenhügel. © ÖVP

"SPÖ und Neos dürfen jetzt keine Zeit verlieren, sondern müssen für eine lückenlose Aufklärung sorgen. Lange Wartezeiten bei der Auswertung der Testergebnisse sind für die betroffenen Familien unzumutbar",  schlägt ÖVP-Liesing-Obmann Patrick Gasselich in dieselbe Kerbe. Konkret fordert die Volkspartei die sofortige Auswertung sämtlicher noch offener Testergebnisse, umfassende und transparente Information der betroffenen Familien sowie eine konkrete Vorgehensweise im Fall der Bestätigung eines Verdachts.

Kein Asbest bei aktuellen Bauvorhaben

Die Stadt Wien teilte indessen mit, dass bereits nach dem Bekanntwerden der ersten Asbest-Fälle ein neues, klares Prozedere eingeführt worden sei: Bei jedem Straßenbauprojekt der MA 28, bei dem ein Straßenaufbruch erfolgt, wird im Rahmen der Erstellung der Ausschreibungsunterlagen der bestehende Straßenkörper auf das Vorhandensein von Asbest hin untersucht.

Ebenso wird von offizieller Seite festgehalten: "Bei aktuellen Bauvorhaben der MA 28 kommt kein asbestbelastetes Gesteinsmaterial zum Einsatz, der Einbau derartiger Materialien kann ausgeschlossen werden." Der Schutz der Gesundheit der Wiener Bevölkerung sowie die sichere Nutzung der Straßeninfrastruktur habe für die Stadt Wien oberste Priorität.

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