Pegel-Alarm

Attersee geht das Wasser aus - jetzt wird gehandelt

Klarer Attersee mit türkisfarbenem Wasser, umgeben von grünen Bergen und blauem Himmel.
© Getty Images/iStockphoto
Der See verliert wegen Trockenheit zu viel Wasser
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Durch die anhaltende Trockenheit verliert der Attersee bereits so viel Wasser, dass ohne Eingriff "in wenigen Wochen ein ökologisch kritischer Niedrigwasserbereich droht". Daher ordnete die Wasserrechtsbehörde des Landes eine vorübergehende Änderung der Steuerung am Klauswehr an. "Der Abfluss aus dem Attersee in die Ager wird ab sofort auf 4,5 Kubikmeter pro Sekunde reduziert", teilte der zuständige Landesrat Stefan Kaineder (Grüne) am Donnerstag mit.

"Wir müssen jetzt handeln und dürfen nicht warten, bis die Ager nur noch ein Rinnsal ist. Wasser, das wir heute kontrolliert zurückhalten, hilft uns, die kommenden trockenen Wochen besser zu überstehen", sagte er. Ziel sei es, den Attersee langsamer absinken zu lassen und gleichzeitig genug Wasser für ein gesundes Leben in der Ager zu sichern.

Luftaufnahme vom Attersee mit türkisblauem Wasser, Bergen und Häusern am Ufer.
Attersee © Getty Images/Westend61

Pegel in einer Woche um vier Zentimeter gesunken

Messungen haben ergeben, dass der Pegel des Attersees am 5. August noch bei 100 Zentimetern lag, am 12. August waren es nur noch 96 Zentimeter. Innerhalb einer Woche sank der Pegelstand damit um rund vier Zentimeter. Gleichzeitig fließen derzeit rund 2,4 Kubikmeter Wasser pro Sekunde in den Attersee, aber es werden knapp 6,9 Kubikmeter pro Sekunde abgegeben, hieß es in der Aussendung weiter. "Ohne ausreichenden Regen verliert der See damit Tag für Tag mehr Wasser, als ihm zufließt", so Kaineder.

Nach Einholen fachlicher Gutachten habe die Wasserrechtsbehörde daher angeordnet, den Seeausfluss am Klauswehr ab sofort auf 4,5 Kubikmeter pro Sekunde zu reduzieren. Damit ließe sich das Absinken des Attersee-Pegels in den kommenden Tagen um etwa die Hälfte bremsen.

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