Schnee-Prognose

Bauernregel: "Dann bleibt der Winter lange weiß"

Frau mit bunter Schal und roter Mütze im verschneiten Park in Amsterdam.
© Getty Images
Was die Rekordhitze über den Winter verraten soll.
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Der Hochsommer zeigt sich in Österreich derzeit von seiner besonders heißen Seite. Die Temperaturen klettern vielerorts deutlich über die 30-Grad-Marke, dazu sorgen Sonne und nur kurze Abkühlungsphasen für eine kräftige Hitzebelastung. Auch in den kommenden Tagen bleibt es sommerlich heiß, wenngleich örtlich kräftige Gewitter für Abkühlung sorgen können.

Passend dazu gibt es eine alte Bauernregel, die jetzt besonders interessant wird: "Ist’s von Petri bis Lorenzi heiß, dann bleibt der Winter lange weiß." Gemeint ist der Zeitraum zwischen dem 1. August, der Petri Kettenfeier, und dem 10. August, dem Gedenktag des heiligen Laurentius – also genau jene zehn Tage, in denen sich der Hochsommer heuer besonders hitzig präsentiert.

Prognose für Winter

Nach der traditionellen Wetterweisheit könnte die aktuelle Hitze damit bereits einen Hinweis auf die kommenden Wintermonate liefern. Je heißer es zwischen Petri und Lorenzi ist, desto länger soll demnach Schnee im Winter liegen bleiben. Für Wintersportler wäre das eine erfreuliche Aussicht: Ein langer, kalter Winter mit ausreichend Schnee könnte bevorstehen.

Doch so charmant die Bauernregel auch klingt – als echte Wetterprognose sollte man sie nicht verstehen. Zwischen der Hitze Anfang August und dem Winter liegen mehrere Monate, in denen sich Wetterlagen grundlegend verändern können. Einen verlässlichen wissenschaftlichen Zusammenhang zwischen der Temperatur Anfang August und der Schneemenge im darauffolgenden Winter gibt es nicht.

Trotzdem passt die alte Weisheit erstaunlich gut zum aktuellen Wettergeschehen. Österreich erlebt rund um den Zeitraum von Petri bis Lorenzi eine ausgeprägte Hitzephase. Wer der Bauernregel Glauben schenken möchte, darf sich also schon jetzt auf einen langen weißen Winter freuen. Ob die Natur tatsächlich Wort hält, wird sich allerdings erst in einigen Monaten zeigen.

Eines zeigt die Bauernregel jedenfalls: Schon unsere Vorfahren beobachteten das Wetter rund um markante Tage im Jahresverlauf sehr genau. Viele dieser Sprüche wurden über Generationen weitergegeben – und sorgen bis heute für Gesprächsstoff, wenn der Sommer besonders heiß oder der Winter besonders kalt ausfällt.

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