Resch legt nach
Bezirkschef kritisiert Aus für Lugner-Park
Der Streit um einen Richard-Lugner-Park in Döbling geht in die nächste Runde. Nach der Abfuhr aus dem Rathaus meldet sich nun Bezirksvorsteher Daniel Resch (ÖVP) ausführlich zu Wort. Er hält an der geplanten Ehrung fest und verweist dabei auch auf seine persönlichen Begegnungen mit dem verstorbenen Baumeister.
Resch bleibt bei seiner Linie
"Richard Lugner war ein Teil von Wien. Und er war ein überzeugter Döblinger", schreibt Resch in einem aktuellen Posting auf Facebook und Instagram. Er habe Lugner persönlich gekannt und mit ihm Gespräche über Döbling, Wien und Anliegen im Bezirk geführt. Schon unmittelbar nach Lugners Tod sei für ihn deshalb klar gewesen, dass der Unternehmer in Döbling eine sichtbare Erinnerung bekommen solle. Die ÖVP brachte daraufhin den Antrag ein, einen Abschnitt des Grinzinger Angers auf Höhe der Cobenzlgasse 22 in "Richard-Lugner-Park" zu benennen. In der Döblinger Bezirksvertretung fand der Vorschlag eine breite Mehrheit. ÖVP, SPÖ, FPÖ und NEOS stimmten dafür.
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Breite Mehrheit im Bezirk
In der Döblinger Bezirksvertretung bekam der Vorschlag eine breite Mehrheit. Neben der ÖVP stimmten auch SPÖ, FPÖ und NEOS dafür. Im zuständigen Unterausschuss für Verkehrsflächenbenennungen fand das Vorhaben später jedoch keine Mehrheit. SPÖ, Grüne und NEOS lehnten die Benennung dort ab.
Resch kritisiert diese Entscheidung nun deutlich. "Ich finde das falsch. Und ich finde es schade", schreibt er. Zur Begründung verweist der Bezirksvorsteher auf Lugners unternehmerische Laufbahn, die von ihm geschaffenen Arbeitsplätze und dessen enge Verbindung zur Stadt. Bereits zu Lebzeiten war Lugner mit dem Silbernen Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien ausgezeichnet worden.
"Ecken und Kanten" gehören dazu
Auch die umstrittenen Seiten des Unternehmers blendet Resch nicht aus. "Richard Lugner hatte Ecken und Kanten. Genau das gehört zu seiner Geschichte", schreibt er. Für den Bezirksvorsteher ändert die Ablehnung nichts an seiner Haltung. "Richard Lugner gehört zur Geschichte Wiens und er verdient auch einen Platz in der Geschichte unseres Bezirks", so Resch.
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