Insolvenz

Bier-Schock: 200 Jahre alte Brauerei ist pleite

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Die Krise der Brauereibranche fordert das nächste Traditionsunternehmen:
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Nach der Insolvenz des Braunschweiger Hofbrauhauses Wolters ist nun auch die Colbitzer Heide-Brauerei in Sachsen-Anhalt zahlungsunfähig. Wie die Bild berichtet, wurde für den mehr als 200 Jahre alten Betrieb ein Insolvenzverfahren unter vorläufiger Verwaltung eingeleitet.

Die Ursprünge der Colbitzer Heide-Brauerei reichen bis ins Jahr 1816 zurück. Seit 2013 gehört das Unternehmen vollständig zum Hofbrauhaus Wolters, das bereits im Juni Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt hatte. Weil die Muttergesellschaft selbst in finanzielle Schwierigkeiten geraten ist, wurde nun auch die Tochtergesellschaft mit in die Krise gezogen.

So geht es weiter

Trotz der Insolvenz soll der Betrieb zunächst ohne Einschränkungen weiterlaufen. Die Produktion des Colbitzer Bieres wird fortgesetzt, auch die Gehälter der Beschäftigten sind vorerst gesichert. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Torsten Gutmann bestellt. Sein Ziel sei es, beide Unternehmen zu stabilisieren und die Voraussetzungen für eine langfristige Fortführung des Kerngeschäfts zu schaffen.

Die wirtschaftlichen Probleme bestanden allerdings schon seit Jahren. Zwar entwickelte sich der Bierabsatz laut Medienberichten besser als in vielen anderen Brauereien, dennoch blieb die finanzielle Lage angespannt. Offenbar konnte sich die Brauerei zuletzt nur dank finanzieller Unterstützung der Muttergesellschaft über Wasser halten.

Die Insolvenz steht stellvertretend für die schwierige Lage der gesamten Branche. Sinkender Bierkonsum, steigende Energie- und Produktionskosten sowie ein harter Wettbewerb setzen viele Brauereien unter Druck. Nach Angaben des Deutschen Brauer-Bunds mussten in den vergangenen sechs Jahren bereits 137 Brauereien in Deutschland schließen. Zudem ging die Bierproduktion im Jahr 2025 laut Statistischem Bundesamt um 5,8 Prozent auf rund 6,8 Milliarden Liter zurück.

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