Protest in Wien

Demo sorgt für Polizei-Großeinsatz in Wiener City

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Am Wiener Stephansplatz kam es am Samstag zu einem größeren Polizeieinsatz. Mehrere hundert Menschen nahmen an einer Demonstration teil, zwischenzeitlich war die Stimmung aufgeheizt.
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Trotz des Verbots der Identitären-Demonstration musste die Wiener Polizei am Samstag mit einem Großaufgebot in der Innenstadt ausrücken. Mehrere hundert Menschen versammelten sich stattdessen am Stephansplatz zu einer Gegendemonstration. Bereits am Freitag hatte die Landespolizeidirektion Wien die Kundgebung "Kritik an der Wiener Migrationspolitik" untersagt. Hintergrund war, dass für Teile der geplanten Route bereits eine andere Versammlung angemeldet worden war. Das Bündnis "Offensive gegen Rechts" hatte zur Kundgebung in der Wiener City aufgerufen. Zahlreiche Polizeikräfte sicherten die Versammlung und standen während des gesamten Einsatzes im Bereich des Stephansplatzes bereit.

Stimmung zwischenzeitlich aufgeheizt

Auf Videos in sozialen Medien ist zu sehen, dass die Stimmung zwischenzeitlich deutlich angespannter wurde. Zudem wurden pyrotechnische Gegenstände gezündet. Mehrere vermummte Personen standen Einsatzkräften der Polizei gegenüber.

Auslöser für die kurzzeitigen Tumulte soll laut Videoaufnahmen eine größere Gruppe rechter Gegendemonstranten gewesen sein, die am Rande der Kundgebung erschien. Diese wurde schließlich von der Polizei abgeschirmt und in Richtung U-Bahn eskortiert.

FPÖ kritisiert Ausschreitungen scharf

Nach den Vorfällen meldete sich auch der Wiener FPÖ-Sicherheitssprecher und Stadtrat Stefan Berger zu Wort. "Bei den heutigen Demonstrationen von 'Wien nimmt Platz' in der Wiener Innenstadt soll es nach aktuellen Informationen bereits zu Flaschenwürfen und Ausschreitungen gekommen sein. Einmal mehr zeigt sich damit, dass gerade im Umfeld linker und linksextremer Demonstrationen in Wien immer wieder Gewalt und Ausschreitungen zu beobachten sind", erklärte Berger.

Besonders kritisch sieht er die Auswirkungen auf den laufenden Polizeieinsatz. "Besonders bedenklich ist, dass es offenbar längst nicht mehr bei den angekündigten Standkundgebungen bleibt, sondern der Mob durch die Wiener Innenstadt zieht. Nach vorliegenden Informationen müssen deshalb aus den Stadtpolizeikommanden zusätzliche Kräfte der Einsatzeinheiten mobilisiert werden. Die Folgen sind dramatisch: In den Bezirken soll dadurch zumindest ein Funkwagen, möglicherweise sogar mehrere Funkwagen, nicht mehr besetzt werden können und eingestellt werden müssen. Es kann nicht sein, dass linksextreme Ausschreitungen in der Innenstadt dazu führen, dass die polizeiliche Grundversorgung und damit die Sicherheit der Bevölkerung in den Wiener Bezirken geschwächt wird", so Berger.

Abschließend forderte der FPÖ-Politiker ein konsequentes Vorgehen gegen Gewalttäter: "Wer Flaschen wirft, Polizisten attackiert oder Unbeteiligte gefährdet, ist kein friedlicher Demonstrant, sondern ein Gewalttäter. Das Demonstrationsrecht ist zu schützen – genauso konsequent müssen aber Gewalttäter aus dem Verkehr gezogen werden. Unsere Polizisten verdienen dabei volle Rückendeckung."

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