Nahost-Eskalation

Drohnen treffen Flughafen von Kuwait

( © AFP
Bei einem iranischen Drohnenangriff auf den internationalen Flughafen von Kuwait wurden mehrere Menschen verletzt. Der Flugverkehr wurde vorübergehend eingestellt.
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Nach Angaben des kuwaitischen Verteidigungsministeriums nahmen mehrere Drohnen das Passagiergebäude des Kuwait International Airport ins Visier. Dabei wurden Teile des Terminals schwer beschädigt.

Ministeriumssprecher Saud Abdulasis al-Otaibi sprach von einer "Reihe feindlicher Drohnen". Mehrere Menschen seien verletzt und medizinisch versorgt worden. Die Behörden aktivierten einen Notfallplan für den Flughafen.

Alle Flüge gestoppt

Die zivile Luftfahrtbehörde setzte sämtliche geplanten Flüge aus. Maschinen wurden umgeleitet oder blieben am Boden.

Der Angriff trifft einen der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte der Golfregion. Bereits in den vergangenen Monaten war der Luftverkehr im Nahen Osten durch die Kämpfe massiv beeinträchtigt worden.

USA melden Abwehr von Raketen und Drohnen

Zeitgleich kam es zu neuen militärischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran. Nach Angaben des US-Regionalkommandos CENTCOM wurden in der Nacht mehrere iranische Raketen und Drohnen abgefangen.

Zudem meldete das US-Militär sogenannte "Selbstverteidigungsschläge" gegen eine iranische Militäreinrichtung auf der Insel Qeschm in der Straße von Hormus.

Auch weitere Drohnenangriffe auf Einrichtungen des US-Militärs in Kuwait seien abgewehrt worden.

Iran greift Ziele in der Golfregion an

Iranische Medien berichteten unterdessen von Angriffen der Revolutionsgarden auf militärische Ziele in der Golfregion. Demnach sollen Raketen und Drohnen gegen US-Einrichtungen sowie Ziele im Umfeld der Straße von Hormus eingesetzt worden sein.

Die jüngsten Angriffe gelten als einer der schwersten Zwischenfälle seit Inkrafttreten der Waffenruhe Anfang April.

Ölpreise steigen, Märkte reagieren nervös

Die neue Eskalation sorgt auch an den Finanzmärkten für Unruhe. Die Ölpreise legten den dritten Tag in Folge zu. Die Nordsee-Sorte Brent stieg auf mehr als 97 Dollar je Barrel.

Gleichzeitig gerieten die Aktienmärkte unter Druck. Anleger fürchten, dass ein erneutes Aufflammen des Konflikts die Weltwirtschaft und die Energieversorgung belasten könnte.

Trump: Gespräche mit Iran laufen weiter

US-Präsident Donald Trump zeigte sich dennoch optimistisch. Trotz der neuen Angriffe erklärte er, die Gespräche mit Teheran würden fortgesetzt.

Ob die diplomatischen Bemühungen eine weitere Eskalation verhindern können, bleibt jedoch offen. Nach den jüngsten Angriffen wächst die Sorge, dass die fragile Waffenruhe erneut auf die Probe gestellt wird.

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