Rundfunk-Streit

"Einstampfen!": Oliver Pocher fordert radikale Einschnitte bei ARD und ZDF

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Oliver Pocher rechnet in einem Podcast mit ARD und ZDF ab. Er fordert deutliche Einschnitte und übt scharfe Kritik an Louis Klamroth und Jan Böhmermann.
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Rund acht Milliarden Euro Rundfunkbeitrag sind für Oliver Pocher Anlass für deutliche Kritik am öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Im Gespräch mit Autor Tom Junkersdorf im Podcast "TOMorrow - Business. Stars. Lifestyle" fordert der Entertainer weitreichende Veränderungen.

"ARD und ZDF und die ganzen dritten Sender kannst du schon längst einstampfen. Brauchst du alles nicht mehr", sagt Pocher. Auch eine Fusion von ARD und ZDF könne er sich vorstellen. Insgesamt gebe es aus seiner Sicht "viel zu viele" Sender. Auch bei den Radioprogrammen sieht Pocher Einsparpotenzial.

Kritik an politischer Ausrichtung

Nach Ansicht des Entertainers dürfte der politische Druck auf die Rundfunkgebühren weiter zunehmen. Viele Menschen zahlten jeden Monat für ein Angebot, das sie kaum noch nutzten. Als Vergleich nennt Pocher Netflix, das kaum teurer sei.

Besonders kritisch sieht er die politische Ausrichtung zahlreicher Sendungen. Immer wieder werde mit einem bestimmten "Framing", also einem gezielten Deutungsrahmen, gearbeitet. Als Beispiel nennt Pocher den ARD-Talkmaster Louis Klamroth.

"Eine gewisse Neutralität musst du schon haben", sagt Pocher. Klamroths Beziehung zur Klimaaktivistin Luisa Neubauer bezeichnet er als problematisch. Auch ein anderes Beispiel führt er an: Würde Klamroth privat mit AfD-Chefin Alice Weidel liiert sein und gleichzeitig eine eigene Sendung moderieren, wäre das für Pocher undenkbar. Dann würde Klamroth seiner These zufolge gar nicht mehr ins Studio gelassen.

Vorwurf wegen Rechtsrucks

Pocher sieht in dieser Entwicklung auch einen Zusammenhang mit dem politischen Erfolg der AfD. Viele Bürger fühlten sich seiner Ansicht nach bevormundet und hätten das Gefühl, nur noch gesellschaftlich akzeptierte Meinungen äußern zu dürfen.

"Die Leute sind so satt, dass sie nur das sagen dürfen, was en vogue ist", sagt der Entertainer. Wer ständig belehrt werde, reagiere mit Trotz. "Das führt ja auch zur Situation, dass wir momentan genau diesen Rechtsruck haben."

Scharfe Worte für Böhmermann

Auch mit Jan Böhmermann geht Pocher hart ins Gericht. Das Ende von dessen Sendung bezeichnet er als "überfällig". Zuletzt sei es Böhmermann nur noch darum gegangen, "seine eigene Agenda durchzusetzen".

Pocher wirft dem Moderator zudem vor, immer wieder mit der "Nazi-Keule" gearbeitet und gezielt Menschen fertiggemacht zu haben. "Er hat es einfach übertrieben. Er hat zwar noch seine Reichweite. Aber diese linke Bubble wird jetzt langsam auch nach und nach zerbröselt." Nach Pochers Darstellung habe das Publikum irgendwann das Interesse verloren. Die Sendung sei zunehmend bedeutungslos geworden.

Grundsätzlich hält Pocher unabhängigen Journalismus für wichtig. Genau diesen vermisse er jedoch bei den Öffentlich-Rechtlichen.

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