Schwerer Vorwurf

Ex-Weltmeister: Frankreich-Stars haben "keinen Bock zu trainieren"

Fußballspieler im blauen Frankreich-Trikot klatscht nach dem Spiel und blickt ernst nach vorn.
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Christoph Kramer lässt mit seiner Kritik aufhorchen.
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Frankreichs Traum vom dritten WM-Finale in Folge ist nach dem 0:2 gegen Spanien geplatzt. Vor allem der blasse Auftritt der hochkarätig besetzten Offensive um Kylian Mbappé und Ousmane Dembélé sorgte anschließend für Diskussionen. Im ZDF lieferten Ex-Weltmeister Christoph Kramer und Ex-Bundesliga-Trainer Christian Streich eine deutliche Analyse – und Kramer erhob dabei einen bemerkenswerten Vorwurf.

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Highlights: Spanien vs. Frankreich


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Heftige Kritik

Für den Weltmeister von 2014 lag das Problem nicht am Einsatzwillen der Franzosen. "Frankreich kannst du gar nichts absprechen. Die wollten alle, die sind gelaufen", sagte Kramer. Auch die Laufleistung habe gestimmt. Entscheidend sei vielmehr gewesen, dass Frankreich nicht als geschlossene Einheit aufgetreten sei.

Spanien gegen Frankreich


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Gerade bei einer Mannschaft mit zahlreichen Weltstars sei die Aufgabe des Trainers besonders anspruchsvoll. "Diese Rasselbande musst du trainieren", sagte Kramer. Didier Deschamps müsse Spieler wie Mbappé oder Dembélé nicht nur sportlich führen, sondern auch als Team zusammenbringen.

Besonders kritisch äußerte sich der TV-Experte über das Pressing der Franzosen. "Du siehst heute bei Frankreich im Anlaufverhalten, dass Spanien gegen sie ewig spielen kann. Nicht, weil sie nicht wollen, sondern weil sie einfach keinen Bock haben zu trainieren, und du es deswegen nicht einstudieren kannst." Damit spielte Kramer darauf an, dass intensives Pressing vor allem durch konsequentes Training und perfekte Abstimmung funktioniere – etwas, das er bei Frankreich vermisste.

Christian Streich hob dagegen die Qualität des Gegners hervor. Er lobte insbesondere das disziplinierte Defensivverhalten der Spanier und verwies darauf, dass Trainer Luis de la Fuente viele seiner Nationalspieler bereits aus den Nachwuchsteams kennt. Diese jahrelang gewachsene Eingespieltheit habe sich im Halbfinale deutlich bemerkbar gemacht und den Unterschied zu Frankreichs Starensemble ausgemacht.

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