Knall in Winzendorf
Explosion bei Pyrotechnik-Firma
Die Wucht der Explosion löst einen Großeinsatz aus, wie ihn die Region selten erlebt hat. Mehr als 100 Feuerwehrleute aus 13 Wehren rücken aus, 28 Fahrzeuge rollen an. Im Innen- und Außenangriff kämpfen sie gegen die Flammen – mit Erfolg: Kurz vor 16 Uhr die erlösende Meldung: "Brand aus."
Evakuierung. Während draußen die Löscharbeiten laufen, spielt sich drinnen ein Wettlauf gegen die Zeit ab. Das gesamte Unternehmen wird evakuiert, jeder Mitarbeiter in Sicherheit gebracht. Die Belegschaft sammelt sich in einer nahen Schule in Winzendorf – dort wartet bereits ein Kriseninterventionsteam, um die Schockstarre der Betroffenen aufzufangen.
Das Unternehmen selbst zeigt sich erschüttert. "Unsere Gedanken sind bei unserem Mitarbeiter", heißt es knapp – Fragen zur Schadenshöhe oder zum genauen Hergang bleiben vorerst unbeantwortet. Die Fassade eines Betriebs, der plötzlich zum Schauplatz eines Ausnahmezustands wurde.
Cobra. Noch am Donnerstagabend rollt die zweite Welle des Einsatzes an: Bedienstete des Innenministeriums und Spezialisten des Einsatzkommandos Cobra betreten das zerstörte Gebäude. Ihr Auftrag: sicherstellen, dass keine Gefahr mehr von der Halle ausgeht – und dass keine Spur für die bevorstehende Ursachenermittlung verloren geht.
Am Freitag übernehmen dann die Ermittler das Kommando. Landeskriminalamt Niederösterreich und Bundeskriminalamt starten die Aufarbeitung des Vorfalls. Polizeisprecher Johann Baumschlager bestätigt die Identität des Verletzten, hält sich zur Unglücksursache aber bedeckt. Was genau die Explosion auslöste, bleibt vorerst das große Rätsel von Winzendorf-Muthmannsdorf.
Fazit: Ein lauter Knall, ein Großaufgebot an Einsatzkräften, ein schwer verletzter Mitarbeiter – und viele offene Fragen. Die Ermittler stehen vor der Aufgabe, aus den Trümmern der Werkshalle die Wahrheit zu rekonstruieren.
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