Festival-Hammer

Frequency & Nova Rock müssen Müllpfand zurückzahlen

Müll auf dem Festivalgelände.
Müll auf dem Festivalgelände. © APA/Florian Wieser
Gute Nachrichten für tausende Festival-Fans: Das Oberlandesgericht Wien hat entschieden, dass der beim Frequency Festival in St. Pölten eingehobene Müllbeitrag unzulässig war. Die Veranstalter müssen das Geld nun zurückzahlen. Dasselbe gilt bereits für das Nova Rock Festival in Nickelsdorf.
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Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) war gegen die Gebührenregelung vor Gericht gezogen. Die Richter stellten klar: Die Müllentsorgung gehört zu den Pflichten des Veranstalters und ist bereits mit dem Ticketpreis bezahlt. Zusätzliche Gebühren seien daher unzulässig.

Ticket aufbewahren!

Anspruch auf Rückzahlung haben Besucher, die zwischen 2017 und 2025 den Müllbeitrag bezahlt haben. Betroffene können sich mit ihrem Ticket direkt an die Festivalveranstalter wenden. Auch eine weitere Klausel wurde beanstandet: Unverbrauchtes Guthaben auf dem Cashless-System darf nicht einfach nach sechs Wochen verfallen. Laut VKI bleibt das Geld weiterhin rückforderbar.

Künftig Belohnungen statt Strafen

Künftig setzen die Veranstalter auf Belohnungen statt Gebühren. Wer einen vollen Müllsack abgibt, erhält einen Gutschein für das nächste Festival. Zusätzlich winken Gewinne und Freitickets.

Der VKI spricht von einem wichtigen Sieg für den Konsumentenschutz. Die Festivalmacher betonen hingegen, dass das Müllpfand nie als versteckte Gebühr gedacht gewesen sei, sondern der Müllvermeidung dienen sollte.

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