Umwelteinsatz

Gülle droht Attersee zu verseuchen

Feuerwehrleute arbeiten mit Ausrüstung und Wassertank am Ufer des Attersees.
© C. Stoxreiter
Wegen einem technischen Defekt trat eine unbekannte Menge an Gülle aus einer Güllegrube aus. Einsatzkräfte arbeiten daran, eine größere Gewässerverunreinigung zu verhindern.
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Attersee. Ein Gülleaustritt auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Unterach am Attersee hat am Freitag einen stundenlangen Umwelteinsatz ausgelöst. Nach einem technischen Defekt trat eine bislang unbekannte Menge Gülle aus einer Güllegrube aus und floss über einen Graben in Richtung Attersee. Zahlreiche Einsatzkräfte arbeiten seither daran, eine größere Gewässerverunreinigung zu verhindern.

Gülle breitet sich Richtung See aus

Die Freiwillige Feuerwehr Unterach wurde gegen 8.20 Uhr alarmiert. Beim Eintreffen hatte sich die Gülle bereits in Richtung See ausgebreitet. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, errichteten die Einsatzkräfte an drei Stellen Sandsackdämme. Anschließend wurden die aufgestauten Bereiche mit Unterstützung mehrerer Landwirte abgesaugt.

Zwei Rettungskräfte auf gelben SUP-Boards neben einem Steg im klaren Wasser, weitere Personen am Steg.
Auch die Wasserrettung war im Einsatz. © C. Stoxreiter

Zusätzlich spülte die Feuerwehr den betroffenen Graben mit mehreren tausend Litern Wasser und pumpte dieses ebenfalls wieder ab. Parallel dazu suchte der betroffene Landwirt mit einem Bagger nach der Ursache des technischen Defekts. Auf Anordnung der Bezirkshauptmannschaft wurde außerdem ein kleiner Bereich am Ufer des Attersees vorübergehend gesperrt. Die Absicherung übernahmen die Feuerwehr an Land sowie die Wasserrettung auf dem See.

Hinweisschild am See: Uferlinie bis Steg gesperrt, 50 Meter Abstand beim Schwimmen halten.
Eine behördliche Sperre wurde sogar ausgesprochen. © C. Stoxreiter
Drei Einsatzkräfte begutachten eine Pumpe in einem Graben, im Hintergrund steht ein Traktor.
Die Einsatzkräfte arbeiteten daran, eine größere Umweltgefährdung zu verhindern. © C. Stoxreiter

Der Einsatz ist noch im Gange. Insgesamt standen 28 Kräfte von Feuerwehr, Wasserrettung, Polizei, Bezirkshauptmannschaft, Abschnittsfeuerwehrkommando sowie mehrere Landwirte im Einsatz.

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