Auf TikTok und Instagram gibt es viele Beauty-Hacks zu lernen. Vom perfekt geschminkten Schmollmund bis zur idealen Platzierung von Bronzer, Blush und Highlighter oder einem schön geschwungenen Lidstrich kann man in kurzen Reels einfach alles lernen. So geht ein Beauty-Trend nach dem anderen viral. Das gilt auch für die "Henna Freckles": falsche Sommersprossen, die man sich mit Henna ins Gesicht malt.
Henna aus dem Netz
Viele Influencerinnen empfehlen dazu auch gleich die Henna-Produkte, die sie zum Auftragen der Fake-Sommersprossen benutzen. In den meisten Fällen stammt die Farbe aus großen Onlineshops wie Amazon. Ob die auch immer wirklich empfehlenswert sind, ist eine andere Frage, mit der sich jetzt der VKI (Verein für Konsumenteninformation) befasst hat.
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Ernüchterndes Ergebnis
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Viele kaufen die Henna-Produkte aus dem Netz in dem Glauben, ein harmloses Naturprodukt zu erwerben. Schließlich wird Henna seit Jahrtausenden genutzt, um Haut, Haare und in vielen Kulturen auch Stoffe einzufärben. Außerdem wird dem Pulver, das aus den Blättern des Hennastrauchs gewonnen wird, eine heilsame Wirkung nachgesagt. Klinische Tests konnten das bisher aber nicht bestätigen.
Der VKI hält fest, dass natürliches Henna unter bestimmten Voraussetzungen zwar als Haarfärbemittel verwendet werden darf, für Hautbemalungen ist es bei uns aber nicht zugelassen. Dennoch werden im Internet Henna-Produkte angeboten, die als Färbemittel für die Haut beworben werden. Drei dieser Produkte hat der VKI unter die Lupe genommen und dabei Erschreckendes festgestellt: Bei sämtlichen Produkten fehlten wichtige gesetzlich vorgeschriebene Angaben. So waren etwa Inhaltsstofflisten unvollständig oder gar nicht vorhanden, Füllmengen fehlten ebenso wie andere verpflichtende Kennzeichnungen.
Die untersuchten Produkte
Der VKI überprüfte diese über Amazon angebotenen Produkte: die "Golecha Henna Tube Schwarz für Körperbemalung, PPD-frei", den "Golecha Henna-Kegel, rotbraun" sowie das "Henna Tattoo Temporäre Tattoo Natürliche Kegel"-Set. Ob das untersuchte schwarze Henna tatsächlich "Black Henna" war, ließ sich aufgrund der mangelhaften Deklaration nicht feststellen.
Die ausführlichen Testergebnisse gibt es in der aktuellen November-Ausgabe der Zeitschrift KONSUMENT und auf vki.at/kosmetik-check-henna-26.
Wer auf aufgemalte Sommersprossen nicht verzichten möchte, sollte lieber auf eigens dafür entwickelte Produkte zurückgreifen, die in heimischen Drogeriemärkten verkauft werden. Besonders von Black Henna solltet ihr die Finger lassen, da natürliches Henna keine tiefschwarze Farbe erzeugt. Um einen satten Schwarzton zu erreichen, werden Farbstoffe zugesetzt. Häufig handelt es sich um Para-Phenylendiamin (PPD). PPD kann Allergien auslösen, unter denen ihr ein Leben lang leidet.
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