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SPÖ-Showdown: Heute muss Babler gehen

Ein Mann im Anzug steht vor einer österreichischen Flagge und schaut ernst.
© APA/HELMUT FOHRINGER
oe24 berichtet LIVE über den Showdown in der SPÖ.
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Die SPÖ kommt am Sonntag zur mit Spannung erwarteten Krisensitzung zusammen. Um 14 Uhr treffen sich die Länder untereinander, um 16 Uhr kommen sie dann im Hotel Steigenberger mit Andreas Babler, Frauenchefin Eva-Maria Holzleitner, ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian, Regierungskoordinatorin Michael Schmidt und Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim zusammen.

Die Würfel scheinen dabei bereits  gefallen sein. Die Wiener SPÖ hat sich in einer internen Sitzung mit allen Bezirkschefs und dem Landesparteipräsidium für einen Rücktritt von Andreas Babler ausgesprochen. Damit fordern nun alle neun Landesparteien ein Babler-Aus. Auch die mächtige Gewerkschaft ist dem Vernehmen nach ebenfalls für einen "gesichtswahrenden" Rückzug von Babler als Parteichef, Vizekanzler und Minister.

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Absturz in den Umfragen

Babler ist seit Juni 2023 Parteichef. Unter seiner Führung war die SPÖ zuletzt in Umfragen auf 15 Prozent abgestürzt.

Tabelle mit den SPÖ-Vorsitzenden und ihren Amtszeiten von 1945 bis heute, mit Foto von Andreas Babler.
© APA

Hier steigt der Gipfel

Die SPÖ-Spitzen kommen um 16 Uhr im Steigenberger Hotel in der Herrengasse in der Wiener Innenstadt zusammen.

Pferdekutsche vor dem Steigenberger Hotel Herrenhof in einer historischen Straßenkulisse.
Steigenberger © Steigenberger

Droht SPÖ Mitglieder-Abstimmung?

Einen formalen Beschluss kann es am Sonntag noch nicht geben, da es sich um eine informelle Sitzung handelt. Was auch immer vereinbart wird, braucht noch die Bestätigung durch einen Bundesparteivorstand. Dieser wäre dann befugt einen Sonderparteitag einzuberufen. Sollte sich mehr als ein Kandidat finden, müsste davor wohl gemäß Statut ein Mitglieder-Entscheid über die neue Parteiführung durchgeführt werden. Medienmanager Gerhard Zeiler hält bisher weiterhin an seiner Bewerbung fest.


Wer wird Parteichef?

Parallel soll einer der Babler-Stellvertreter interimistisch die Partei übernehmen und einen Parteitag vorbereiten. Die zuletzt immer wieder genannte Doris Bures soll intern abgewunken haben. Am Samstag kursierte dann ein weiterer Name als Übergangslösung: Der oberösterreichische Landesparteichef Martin Winkler könnte die Partei vorerst übernehmen

Martin Winkler soll neuer SPÖ-OÖ-Chef werden.
© SPÖ

Marterbauer soll als Vizekanzler übernehmen

Innerhalb der SPÖ-Landesgruppen gibt es ein klares Wunschszenario, wie es nach Bablers Rückzug weitergehen soll: Als Vizekanzler soll Finanzminister Markus Marterbauer übernehmen, sofern er das will und es gesundheitlich für ihn möglich sei.


Babler soll zu Rückzug bereit sein

Aus dem Umfeld von Andreas Babler ist jedenfalls zu hören, dass er mittlerweile bereit sei, sich als Parteichef und Vizekanzler zurückzuziehen. Ob er auch als Minister gehe, hänge "vom Angebot ab, das man ihm macht". Möglich wäre etwa, dass Babler Abgeordneter bleibt und ihm zusätzlich ein Geschäftsführer-Job beispielsweise bei der Volkshilfe oder einem anderen Verein oder Unternehmen im SPÖ-Umfeld angeboten wird.


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