Beim Österreich-Match

Hitlergruß: Schwere Vorwürfe gegen Austro-Comedian

Große Menschenmenge jubelt beim Public Viewing eines Fußballspiels in Wien am Donaukanal.
© APA/MAX SLOVENCIK
Ein Vorfall beim Public Viewing des WM-Spiels Österreich gegen Spanien in Fürstenfeld beschäftigt nun die Ermittlungsbehörden.
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Wie die Kleine Zeitung berichtet, wird gegen den steirischen Influencer und Comedian Marco Wagner ermittelt. Der Verdacht: Er soll während der österreichischen Bundeshymne den Hitlergruß gezeigt haben. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Mehrere Augenzeugen alarmierten laut dem Bericht die Polizei. Die Landespolizeidirektion Steiermark bestätigte den Einsatz. Auch der Verfassungsschutz wurde eingeschaltet. Ein Video des Vorfalls liege den Ermittlern vor und werde derzeit ausgewertet, erklärte Chefinspektor Fritz Grundnig.

Marco Wagner weist die Vorwürfe entschieden zurück. Im Gespräch mit der Kleinen Zeitung erklärte er, an dem Abend sei zwar Alkohol im Spiel gewesen, er habe jedoch lediglich gejubelt. Eine nationalsozialistische Geste habe er nicht gezeigt. Dies entspreche auch nicht seiner Gesinnung, betonte der Comedian.

FPÖ-Sympathisant

Sollte sich der Verdacht bestätigen, könnte ein Verfahren nach dem Verbotsgesetz folgen. Über entsprechende Konsequenzen entscheiden jedoch erst die laufenden Ermittlungen.

Der Fall sorgt auch aus politischen Gründen für Aufmerksamkeit. Wagner gilt als Sympathisant der FPÖ und trat in der Vergangenheit mehrfach gemeinsam mit Parteifunktionären auf. Unter anderem veröffentlichte er nach der steirischen Landtagswahl 2024 ein gemeinsames Foto mit Landeshauptmann Mario Kunasek und FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Kickl. Ob der aktuelle Vorfall strafrechtliche Folgen haben wird, sollen nun die Ermittlungen klären.

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