Bei Stau

In Italien gibt's jetzt die Maut zurück

Rome, Italy - September 19, 2024: Road traffic in the center of Rome on the eastern bypass.
© Getty Images
Gute Nachrichten für alle, die nach Italien reisen: Wer dort im Stau steht, kann unter bestimmten Bedingungen seine Maut zurückfordern. Das Land übernimmt damit eine weltweite Vorreiterrolle.
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Die neue Erstattungs-Regel für Autobahnen in Italien gilt ab Montag. Wer auf einer Strecke von bis zu 50 Kilometern mindestens zehn Minuten länger braucht als üblich, kann seine Gebühren zurückbekommen.

Das Geld gibt es zurück

Diese Nachricht ist auch für viele Urlauber aus Österreich besonders interessant, die regelmäßig über die Grenze fahren. Eine wichtige Einschränkung gibt es jedoch: Das Geld gibt es nur zurück, wenn der Stau durch eine Baustelle ausgelöst wurde. Je nach Verzögerung wird ein Teil oder sogar die gesamte Gebühr erstattet. Die Nationale Verkehrsbehörde ART hat dies so festgelegt.

So funktioniert die Rückerstattung

Die Erstattung soll künftig über eine gemeinsame App laufen. Laut der Verbraucherschutzorganisation Codacons ist diese App aber noch nicht verfügbar. Deshalb müssen die Autobahn-Betreiber andere Wege wie Internetseiten oder Service-Hotlines anbieten. Die genaue Höhe der Entschädigung berechnet die Verkehrsbehörde ART. Wie genau ausländische Autofahrer einbezogen werden, ist im Detail noch unklar. Fest steht aber: Ab 15 Minuten Verspätung auf längeren Strecken gibt es Geld zurück. Wer sogar drei Stunden oder länger im Baustellen-Stau steht, erhält die komplette Maut erstattet. Bei Unfällen, Notfall-Baustellen oder schlechtem Wetter gibt es hingegen keine Entschädigung.

Kritik an späteren Mauterhöhungen

Es gibt allerdings auch deutliche Kritik an der neuen Verordnung. Die Autobahn-Betreiber dürfen die Kosten für die Entschädigungen nämlich später teilweise oder ganz über Mauterhöhungen wieder ausgleichen. Das Land ist ein extrem beliebtes Reiseziel. Laut dem Deutschen Reiseverband reisten beispielsweise im Jahr 2023 rund zwölf Millionen Urlauber aus Deutschland an die Adria, nach Südtirol oder an den Gardasee. Insgesamt umfasst das italienische Autobahnnetz rund 7000 Kilometer, wovon der größte Teil gebührenpflichtig ist.

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