Streitigkeiten

Lagerfelds Millionen-Erbe: Geht Choupette leer aus?

Choupette Lagerfeld
© Instagram.com/choupettesdiary
Nach dem Tod des Designers sollte die berühmte Katze eigentlich in Luxus weiterleben, doch die Millionen wurde bisher noch immer nicht an sie verteilt.
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Sie war der absolute Stolz des legendären deutschen Modeschöpfers: Die weiße Katze Choupette, ein einstiges Geschenk seiner Muse Baptiste Giabiconi (36), führte an der Seite von Karl Lagerfeld ein absolutes Luxusleben. Damit es seinem geliebten Vierbeiner auch nach seinem Ableben an nichts fehlt, hatte der Designer eigentlich penibel vorgesorgt. In seinem Testament soll das Tier großzügig bedacht worden sein: Von seinem geschätzten Vermögen von rund 500 Millionen Euro wollte er der Katze angeblich stolze 150 Millionen Euro hinterlassen. Unabhängig davon sollen weitere 1,3 Millionen Euro für sie hinterlegt worden sein, um ihren exklusiven Lebensstil nahtlos fortzuführen.

Ehemalige Hausdame packt aus: "Nichts erhalten"

Doch von dem kolossalen Vermögen ist bis heute nichts bei der berühmtesten Katze der Modewelt angekommen. Das offenbarte nun Lagerfelds ehemalige Hausdame Françoise Caçote (51), die sich seit dem Tod des Designers im Februar 2019 um Choupette kümmert. Im US-Magazin "Atlantic" fand Caçote deutliche Worte: "Ich möchte ganz offen sein: Bis heute haben wir absolut nichts erhalten".

Die bürokratischen Hürden erweisen sich dabei als massive Belastung. "Angesichts der Komplexität der Situation musste ich teure Anwälte beauftragen, um das Erbe in meinem Namen einzufordern und sicherzustellen, dass Karls Wünsche ordnungsgemäß respektiert werden", so die 51-Jährige weiter.

Erbitterter Streit um letzten Willen

Dass die Auszahlung der Millionen auf sich warten lässt, liegt an einem tiefgreifenden juristischen Streit um das Testament aus dem Jahr 2016. Nachlassverwalter Christian Boisson informierte alle Beteiligten darüber, dass die Auslegung sowie die generelle Gültigkeit des Dokuments angefochten werden – die Rechte der eigentlich eingesetzten Erben sind somit völlig ungewiss. Erschwerend kommt hinzu, dass Tiere nach französischem Recht strenggenommen weder Geld noch Eigentum erben dürfen.

Bis in der Causa eine endgültige Entscheidung fällt, zieht Françoise Caçote alle Register für das Wohlergehen des Tieres. "Ich tue mein Bestes, um seine Wünsche zu erfüllen", betonte sie im Hinblick auf Lagerfelds letzten Willen. Um die Versorgung der Katze zu finanzieren, muss die Hausdame derzeit sogar eigene Wege gehen: "Ich arbeite in Teilzeit, um sie zu unterstützen. Sie bekommt all die Liebe, Aufmerksamkeit und Fürsorge, die sie braucht." Trotz des zähen Erbstreits zeigt sich Caçote mit der aktuellen Situation versöhnt: "Ich weiß, dass Choupette zu Hause glücklich ist, und das ist das Wichtigste."

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