2026
Legionelleninfektionen in Tirol um 34 Prozent gestiegen
In Tirol hat es heuer mit bisher 78 gemeldeten Fällen - davon vier Todesfälle - so wie in ganz Europa einen Anstieg an Legionelleninfektionen gegeben. Im gesamten Jahr 2025 waren es noch 58 Fälle gewesen, informierte das Land auf APA-Nachfrage am Mittwoch. Auch die Stadt Innsbruck verzeichnete einen Anstieg: Waren es in den vergangenen Jahren jährlich zwischen fünf und 13 Fällen, gab es 2026 bisher 23 gemeldete Infektionen. Gegen die Ausbreitung wurden Maßnahmen ergriffen.
Eine Infektion wird nicht durch das Trinken von belastetem Wasser ausgelöst, sondern erfolgt vor allem durch das Einatmen feinster, mit Legionellen belasteter Wassernebel oder Wassertröpfchen. Der Großteil der Personen, die Legionellen eingeatmet haben, bleibt ohne Symptome. Nur ein geringer Anteil erkrankt an einer Lungenentzündung. Besonders gefährdet sind Erwachsene mit geschwächtem Immunsystem, ältere Personen und Personen mit chronischen Lungenerkrankungen.
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Verschiedene Ursachen
Innerhalb dieser Gruppe sind auch die vier Todesfälle - zwei davon in Innsbruck - zu verzeichnen, teilte das Land mit. Um vor allem öffentliche Gesundheitseinrichtungen wie Altersheime und Krankenanstalten zu sensibilisieren und eventuelle Infektionsquellen zu verhindern, wurde seitens des Landes ein Informationsschreiben an alle Alten- und Pflegeheime, die Gesundheitsämter der Bezirkshauptmannschaften und der Stadt Innsbruck sowie alle Krankenanstalten und niedergelassenen Fachärztinnen und Fachärzte der Allgemeinmedizin und Inneren Medizin übermittelt.
Für den Anstieg der Infektionen in Innsbruck wurden verschiedene Ursachen im Bereich zentraler Trinkwasserversorgungen sowie technischer Anlagen ermittelt und Maßnahmen ergriffen, hieß es seitens der Stadt: "Die Beprobungen von möglichen Quellen von Legionellen-Bakterien im Innsbrucker Stadtgebiet sind nun abgeschlossen und Sofortmaßnahmen zur Eindämmung möglicher Gefahren sind erfolgt." Da die Anzahl der Erkrankungen aber inzwischen die zu erwartende Fallzahl übersteige, sei nun, in Abstimmung mit dem Land Tirol, die Öffentlichkeit informiert worden. Das Ergebnis der Laboranalyse sei abzuwarten, der Nachweis von Legionellen dauere hier üblicherweise zehn bis 14 Tage.
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