Nur noch rund 4.100 Betriebe bilden in Niederösterreich Lehrlinge aus. 1980 waren es 12.847. Auch der Nachwuchs schrumpft: Aktuell zählt das Land 15.939 Lehrlinge, damals lernten mehr als 31.000 einen Beruf.
Dabei winken Top-Aussichten. „Die Jobchancen sind jetzt besonders gut”, betont AMS-Landeschefin Sandra Kern. In den nächsten fünf bis zehn Jahren gehen viele Fachkräfte in Pension.
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Streit um Verantwortung
AK-NÖ-Präsident Markus Wieser nimmt die Wirtschaft in die Pflicht: Wer Fachkräfte will, „muss diese auch selbst ausbilden”. WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker verweist auf die schwache Konjunktur und Lücken beim Schulwissen und fordert eine praxistauglichere Lehre.
Wie es geht, zeigt Malermeister David Marker in Pottenstein (Bezirk Baden): Er bildet neun Lehrlinge aus. „Das ist wie in einer Familie”, sagt er. Kern setzt zusätzlich auf die Lehre nach der Matura.
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