Do., 21 Uhr
Mexiko eröffnet "Heim-WM" gegen Südafrika
"El Tri" geht am Donnerstag (ab 21 Uhr im oe24-LIVE-TICKER) gegen Südafrika als Favorit in das erste von 104 Spielen der Fußball-WM in Nordamerika. Vor über 80.000 Fans im Azteken-Stadion von Mexiko-Stadt wären alles andere als drei Punkte eine Enttäuschung.
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Auf den Tag genau vor 16 Jahren hieß das Eröffnungsspiel schon einmal Mexiko gegen Südafrika. Mexiko holte gegen den damaligen WM-Veranstalter Südafrika ein 1:1, ein Ergebnis, mit dem man sich diesmal nicht begnügen will. Die Vorzeichen stehen gut. Die Mexikaner sind seit acht Spielen ungeschlagen und haben auch gegen die europäischen Top-Mannschaften Portugal und Belgien remisiert. Mit einem Mix aus Routiniers und Spielern einer neuen Generation will Teamchef Javier Aguirre mit seiner Mannschaft gleich den Grundstein dafür legen, auch bei der dritten Heim-WM nach 1970 und 1986, als es jeweils bis ins Viertelfinale ging, den Aufstieg aus der Gruppe zu schaffen.
Südafrika heuer ohne Erfolgserlebnis
Gegner Südafrika hat zwar in der Qualifikation Nigeria hinter sich gelassen, ist in diesem Jahr jedoch noch ohne Sieg - und dies bei Gegnern wie Jamaika, Kamerun, Nicaragua und Panama. Die Hoffnungen auf einen sportlichen Aufschwung durch das Turnier 2010 im eigenen Land hat sich nicht erfüllt, für die folgenden drei WM-Endrunden schaffte man die Qualifikation nicht. Mit einem Kader, der sich zum Großteil aus Spielern der heimischen Clubs Mamelodi Sundowns, Sieger der afrikanischen Champions League, und Orlando Pirates zusammensetzt, will Südafrika unter dem belgischen Teamchef Hug Broos im vierten Anlauf erstmals die Gruppenphase überstehen. "Wenn wir auf unserem höchsten Level spielen, können wir Überraschungen liefern", erklärte Broos.
Mexiko will sich nicht überraschen lassen. Die Erwartungshaltung im Land ist ebenso groß wie die Vorfreude. In der Hauptstadt fällt am Donnerstag an allen Schulen und Universitäten der Unterricht aus. Zudem sollen Bundesbedienstete nach Möglichkeit von zu Hause aus arbeiten, wie es in einem von Präsidentin Claudia Sheinbaum unterzeichneten Dekret heißt. Die Regierung forderte auch private Unternehmen dazu auf, ihren Angestellten die Arbeit im Homeoffice zu ermöglichen. Damit soll am Tag der WM-Eröffnung das Verkehrsaufkommen reduziert werden, um Staus und eine Überlastung des öffentlichen Nahverkehrs zu vermeiden. Sorgen bereiten zudem mögliche Streiks und Demonstrationen sowie die Wettervorhersage mit möglicherweise starken Niederschlägen und Gewittern.
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