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Offener Brief: Selenskyj schlägt Putin Kriegsende vor

BUCHAREST, ROMANIA - MAY 13: Ukrainian President Volodymyr Zelenskyy arrives to attend the summit of B9 and Nordic countries in Bucharest, Romania, 13 May 2026. (Photo by Alex Nicodim/Anadolu via Getty Images)
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Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskyj hat sich in einem offenen Brief direkt an Wladimir Putin gewandt. Er fordert ein Ende des Krieges und schlägt ein persönliches Treffen vor.
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Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskyj (48) schlägt überraschend ganz neue Töne im Konflikt mit Russland ein. In einem offenen Brief wendet er sich direkt an Wladimir Putin (73), dessen Land seit über vier Jahren einen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt.

In this pool photograph distributed by the Russian state agency Sputnik, Russia's President Vladimir Putin meets with representatives of international news agencies on the sidelines of the St. Petersburg International Economic Forum at the Constantine Palace in Saint Petersburg on June 4, 2026. (Photo by Valery SHARIFULIN / POOL / AFP)
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In dem Schreiben schlägt Selenskyj ein direktes Treffen vor und nennt dafür die Schweiz, die Türkei oder arabische Länder als mögliche Verhandlungsorte.

Versöhnliche Worte aus Kiew

Der Brief des ukrainischen Staatschefs klingt streckenweise fast versöhnlich. Selenskyj betont den Wunsch nach einem Ende der Gewalt und schreibt: "Wir in der Ukraine wollen keinen andauernden Krieg. We wissen genau, dass ein Leben ohne Krieg unendlich viel besser ist". Zudem zeigt er sich zuversichtlich bezüglich der Stimmung in der russischen Bevölkerung: "Ich bin überzeugt, dass die Mehrheit der Russen ebenfalls positiv auf einen Frieden reagieren würde – und das wissen Sie."

Unabhängigkeit steht nicht zur Debatte

Trotz der angebotenen Hand zum Dialog stellt der Präsident unmissverständlich klar, dass die Ukraine nicht kapitulieren wird. "Die Ukraine hat ihre Unabhängigkeit bewahrt. Und sie wird sie bewahren. Trotz aller gegenteiligen Vorhersagen.", hält Selenskyj in der Botschaft fest. Das Land werde seine Eigenständigkeit unter allen Umständen weiter verteidigen.

Konkretes Angebot für Treffen

Am Ende des Schreibens nimmt er den russischen Staatschef direkt in die Pflicht. "Sie haben nun die Wahl. Genug vom Krieg. Die Ukraine schlägt vor, diesen Krieg zu beenden.", so die deutliche Botschaft. Ein Einlenken knüpft er jedoch an klare Bedingungen: "Dies muss ehrlich, würdevoll und mit Garantien geschehen, dass der Krieg nicht wieder aufflammt. Ich schlage ein Treffen vor." Eine direkte Reaktion Putins auf den Brief steht noch aus. Auf dem internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg erklärte dieser jedoch allgemein vor Journalisten: "Wir sind absolut bereit und willens, auf friedlichem Wege mit der Ukraine eine Vereinbarung zu erzielen".

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