59.000 Tonnen Reifen
Ohlsdorf kämpft weiter gegen Altreifendeponie
Gmunden. Die Gemeinde Ohlsdorf will den neuen Bescheid des Landes Oberösterreich zur Altreifendeponie rechtlich anfechten. Der Gemeindevorstand beschloss am Donnerstagabend einstimmig, einen Anwalt mit der Vorbereitung einer Beschwerde zu beauftragen. Damit setzt die Gemeinde ihren Widerstand gegen die geplante Lösung des Landes fort.
Plan: 59.000 Tonnen Altreifen verschütten
Nach den Plänen des Landes sollen die rund 59.000 Tonnen Altreifen dauerhaft im Boden verbleiben. Vorgesehen ist, die Deponie mit Sand, Kies und Humus abzudecken und das Gelände über Jahre hinweg zu überwachen. Eine vollständige Räumung der verbliebenen Reifen ist nicht mehr geplant. Die Gemeinde lehnt dieses Vorgehen ab. Sie befürchtet langfristige Auswirkungen auf das Grundwasser und fordert weiterhin, dass sämtliche Altreifen entfernt werden. Bereits in der vergangenen Woche hatte Bürgermeisterin Ines Mirlacher angekündigt, den Bescheid rechtlich prüfen zu lassen.
Gemeinde zieht externe Experten hinzu
Die Altreifen lagern seit den 1970er-Jahren auf der Deponie in Ohlsdorf. Ursprünglich sollten sie später verwertet werden, dieses Vorhaben wurde jedoch nie vollständig umgesetzt. Mehrfach kam es auf dem Gelände zu Bränden. Neben dem beauftragten Anwalt zieht die Gemeinde auch externe Experten hinzu. Sie sollen die Rechtslage bewerten und die Beschwerde fachlich unterstützen. Ziel bleibt eine vollständige Räumung der Deponie und eine langfristig sichere Lösung für den Standort.
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