Mitten im Erbstreit
Reinhold Messner spricht über sein Vermögen
Der 81-jährige Extrembergsteiger Reinhold Messner macht deutlich, dass finanzieller Ruhm für ihn nie ein Selbstzweck gewesen sei. In einem Gespräch mit der belgischen Zeitung "De Tijd" betonte er: "Geld hatte ich nur nötig, um meine Träume zu leben". Als sich die Gelegenheit bot, zögerte er nicht: "Als ich ein Schloss kaufen konnte, kaufte ich eins. Basta." Seit 1983 gehört ihm Schloss Juval, das heute das Messner Mountain Museum beherbergt und der Beziehung zwischen Mensch und Berg gewidmet ist. Sein Vermögen wird auf 30 - 40 Millionen Euro geschätzt.
Museumsfinanzierung ohne jegliche Banken
Das Anwesen und das Museum finanzierte der Alpinist vollständig aus eigenen Mitteln. "Ich wollte es selbst verdienen. Zu einer Bank gehe ich nie. Das ist langweilig", erklärte er. In den historischen Mauern verwahrt er zudem eine Kunstsammlung aus Tibet. Trotz hoher Marktwerte wird nichts veräußert: "Es gibt ein wichtiges Stück aus einem tibetischen Kloster, das ich für ein Vermögen verkaufen könnte, aber ich habe dem Dalai Lama versprochen, es zurückzugeben, wenn Tibet unabhängig wird", so Messner.
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Schwere Vorwürfe im Erbstreit
Abseits von Schloss und Kunst belastet ein Streit die Familie. Bereits 2019 beschloss Reinhold Messner, das Erbe für seine Kinder Layla (45), Magdalena (38), Simon (36) und Anna-Juditha (25) vorzuziehen. Nach der Aufteilung wirft er seinen Kindern vor, ihn "entsorgt" zu haben und nur auf sein Vermögen aus gewesen zu sein.
Kontaktsperre belastet die Familie
Sein Sohn Simon widersprach dieser Darstellung in einem Interview mit der "Augsburger Allgemeinen". Laut dem 36-Jährigen blocke der Vater jede Kontaktaufnahme über einen Anwalt ab: "Er wünscht keinen Kontakt mehr zu mir, was mich sehr schmerzt."
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