Verrücktes Projekt

Saudis bauen "Wüsten-Wimbledon"

© Qiddia Investment Company
Saudi-Arabien hat ambitionierte Pläne für ein riesiges nationales Tennis-Zentrum im Wimbledon-Stil vorgelegt, das als zukünftige Heimat des Sports dienen soll.
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Das geplante nationale Tennis-Zentrum weist eine verblüffende Ähnlichkeit mit dem All England Club in Wimbledon auf. Bilder des Komplexes, der die größte Anlage dieser Art in der Region werden soll, zeigen Entwürfe des exklusiven Architekturbüros Populous. Die Anlage ist in den ikonischen Wimbledon-Farben Lila und Grün gestaltet. Der Center Court wird mit einem ausziehbaren Dach zur Klimakontrolle ausgestattet, um den heißen Temperaturen in der saudi-arabischen Wüste zu trotzen. Als weitere Anspielung auf das britische Traditionsturnier werden mehrere Gebäude und Show-Courts mit einem rasenähnlichen Material verkleidet. Im Inneren erwartet die 15.000 Zuschauer jedoch kein Rasen, sondern Hartplätze, die ebenfalls in Lila und Grün gehalten sind.

Gigantische Ausmaße in Qiddiya

Insgesamt soll die Anlage eine Kapazität von 33.000 Sitzplätzen auf 30 Plätzen umfassen, darunter Hallen-, Außen- und Trainingsplätze sowie zwei Sandplätze. Das Zentrum soll das Herzstück von Qiddiya City bilden, einer geplanten Hauptstadt für Unterhaltung, Sport und Kultur, die rund 48 Kilometer von Riad entfernt im Rahmen des Projekts "Vision 2030" entsteht. Auch für Tennisfans in Österreich zeigt dieses Mega-Projekt, wie massiv sich die globale Sportlandschaft verändert. Sportminister Abdulaziz bin Turki Al-Faisal betonte, dass der Komplex eine wichtige Säule bei der Entwicklung des Tennissports im Königreich darstellt.

Stimmen zum neuen Tennis-Zentrum

Abdullah Aldawood, Geschäftsführer der Qiddiya Investment Company, erklärte: "Wir bauen ein erstklassiges Zuhause für Tennis auf jedem Niveau, wo die besten Spieler der Welt antreten können, die nächste Generation von saudi-arabischen Talenten ihr Potenzial ausschöpfen kann und Familien sowie Gemeinschaften in ganz Saudi-Arabien diesen großartigen Sport erleben können."

Auch der Chef der ATP, Eno Polo, äußerte sich positiv über das nationale Tennis-Zentrum: "Anlagen dieser Größenordnung und Qualität spielen eine wichtige Rolle für das kontinuierliche Wachstum des Tennissports. Indem es eine erstklassige Bühne für den Wettbewerb und gleichzeitig Möglichkeiten zur Teilnahme auf allen Ebenen bietet, hat das Nationale Tennis-Zentrum das Potenzial, den Sport in der gesamten Region für die kommenden Jahre nachhaltig zu prägen."

Saudi-Arabiens Investitionen im Tennis

Die Veröffentlichung der Pläne markiert ein weiteres Engagement des Landes im Tennissport. Zuvor hatte der öffentliche Investitionsfonds (PIF) bereits in die offiziellen Ranglisten und Turniere investiert. Mit der ATP wurde vereinbart, ab dem Jahr 2028 ein Masters-1000-Turnier im Königreich auszutragen. Zudem fand in den vergangenen zwei Saisonen das Schauturnier "Six Kings Slam" statt. Nicht alle Aktivitäten waren jedoch von dauerhaftem Erfolg gekrönt: Die WTA-Finals der Damen werden nach dem Ende des dreijährigen Vertrags im kommenden November wieder aus der saudi-arabischen Hauptstadt abziehen.

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