Rotlicht übersehen
Schon wieder: Zug-Crash auf Bahnübergang
NÖ. Das Gesetz der Serie zeigt wieder einmal auf: Erst vor zwei Wochen übersah eine Mutter (34) bei einer Übungsfahrt bei Allentsteig das Rotlicht auf einem Bahnübergang bei Allentsteig und blieb - vermutlich aufgrund eines missglückten Bremsmanövers bzw. einer Panikreaktion - mitten auf den Schienen stehen. Ein Güterzug auf den Gleisen der Franz-Josefs-Bahn erfasste den Familienkombi, die Frau und ihr Ehemann starben, die kleine Mila (2) überlebte als Vollwaise.
Jetzt ist es wieder passiert - wobei der neuerliche Bahnunfall zum Glück deutlich glimpflicher ausging, obwohl auch hier die Bilder eine andere Sprache sprechen: Freitag um 12.16 Uhr war es an der Bahnkreuzung in Kainreith zu einer Kollision zwischen einem Pritschenwagen und einem Rex-Zug gekommen. Glücklicherweise konnten sich die verunfallten Personen noch vor Eintreffen der Einsatzkräfte selbstständig aus dem Fahrzeug befreien und wurden vor Eintreffen der Feuerwehr bereits vom Rettungsdienst medizinisch versorgt.
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Fahrzeug 60 Meter weit weggeschleudert
Auch hier in Sigmundsherberg im Bezirk Horn dürfte der 35-Jährige am Steuer des Ford-Kleinlasters das Rotlicht der Ampelanlage beim unbeschrankten Bahnübergang übersehen haben, berichtete die Polizei am Freitag. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Fahrzeug rund 60 Meter weit geschleudert und blieb auf dem Dach liegen.
Der Lenker erlitt schwere Blessuren, sein 17-jähriger Beifahrer - sein Lehrbub - wurde ebenfalls verletzt. Die rund 30 Passagiere und der Triebfahrzeugführer blieben unverletzt.
Die Aufgaben der eingesetzten Feuerwehren bestanden vor allem in der Absicherung der Einsatzstelle, der Einrichtung einer Verkehrsregelung sowie Umleitung und der Unterstützung bei den weiteren Maßnahmen vor Ort. In enger Zusammenarbeit mit der Einsatzleitung der ÖBB wurde zudem die Evakuierung des betroffenen Zuges organisiert. Nach der Bergung und dem Abtransport des beschädigten Fahrzeugs konnte der Einsatz beendet werden. Gegen 15:30 Uhr rückten die Florianis wieder ins Feuerwehrhaus ein.
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