Gesundheit

Schumann-Umfaller bei Spitals-Schließung

Frau mit blonden Haaren hält ein Statement, trägt dunkelblaues Oberteil und rote Kette.
© APA/GEORG HOCHMUTH
In der ORF-Pressestunde ließ Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) aufhorchen: Ihr "Aber" zu Spitals-Schließungen sorgt für Wirbel.
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Während die SPÖ seit Wochen intern über die Zukunft der kleinen Spitäler bis 180 Betten zofft, gab Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) bisher immer die starke Beschützerin. "Kein Spital wird geschlossen!", lautete ihre eiserne Devise.

Doch jetzt rudert die Ministerin in der ORF-Pressestunde plötzlich zurück – und macht eine drastische Ansage, die es in sich hat!

Hintertür

Im ORF wetterte Schumann zwar weiterhin gegen einen "Kahlschlag" – aber sie ließ eine entscheidende Hintertür offen. Die Standorte würden zwar nicht zusperren, so die Ministerin wörtlich, aber ob sie als Krankenhäuser erhalten bleiben, sei "nicht sicher". Die klare Botschaft dahinter: Aus den kleinen Häusern könnten schnell Primärversorgungszentren oder andere Gesundheitseinrichtungen werden.

Spital-Casting

Was bedeutet das für die Bevölkerung? Die Entscheidung über die tatsächliche Versorgung soll künftig nicht mehr im Kleinen, sondern bundeslandübergreifend gefällt werden. Eine Art "Spital-Casting" also.

Um künftige Tragödien wie den tödlichen Aortenriss-Fall im oberösterreichischen Rohrbach zu verhindern, will Schumann ein scharfes Lenkungssystem einführen. Dieses soll anzeigen, wo noch Intensivbetten frei sind. Eine klare Reaktion auf die Fehlversorgung, die im Vorjahr eine Frau das Leben kostete.

Doch bei einer zentralen Frage musste die Ministerin passen: Wann die Wartezeiten endlich kürzer werden, konnte sie nicht sagen. Stattdessen setzt sie weiter auf den Ausbau der Primärversorgung und die Stärkung des Gesundheitstelefons 1450.

Während die Koalition und die SPÖ-Landesfürsten weiterhin heftig um jeden Standort ringen, bleibt die Frage: Ist Schumanns Umschwenken der Beginn eines großen Ausverkaufs im ländlichen Raum  oder nur der Versuch, die Gemüter zu beruhigen? Fest steht: Die rote Ministerin ist von einer Lösung noch weit entfernt.

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