Siezenheim

Wehrpflicht-Einigung? Ministerrat aus Kaserne

Zwei Männer im Anzug sprechen bei einer Pressekonferenz im Bundeskanzleramt in Wien.
© APA/HELMUT FOHRINGER
Die Regierung will den Sommerministerrat nicht im kaiserlichen Aussee abhalten, sondern in der größten Kaserne Österreichs. Der Plan: Das Ergebnis der Wehrdienstreform präsentieren.
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In der Kaserne Wals-Siezenheim (Salzburg) will die Regierungsspitze einen Tag nach Eröffnung der Salzburger Festspiele den Sommerministerrat abhalten.

Christian Stocker, Andreas Babler und Beate Meinl-Reisinger wollen dem Vernehmen nach die seit Jänner erhoffte Einigung bei der Wehrdienstreform verkünden. In der Kaserne am 27. Juli - und nicht wie ursprünglich geplant in Aussee, wo Neos-Chefin Meinl-Reisinger gerne ihre Freizeit verbringt.

Die Verlegung in die Kaserne hat nicht nur Symbolcharakter, sie soll auch aus Kostengründen in Sparzeiten kommen. Vor allem nach der viel kritisierten WM-Reise von Andreas Babler und später Christian Stocker (der dort aber auch Wirtschaftstermine wahrnahm, während Babler sich vor allem von vier Mitarbeitern im Stadium filmen ließ).

Als wahrscheinlichstes Modell für die Heeresreform gilt derzeit, den Grundwehrdienst bei sechs Monaten zu belassen, plus drei Monaten Übungen. Auch wenn das mehr kostet als eine Verlängerung des Grundwehrdienstes (Grundwehrdiener verdienen weniger, für Übungen gibt es Gehaltsausgleich) und die Experten eine Verlängerung des Grundwehrdienstes vorgeschlagen haben. Einigen kann man sich in der Regierung aber womöglich auf diese (teurere) Schmalspurverlängerung.

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