Einreise-Verbot

Vergewaltigungs-Eklat um WM-Star

Thomas Partey
© Getty Images
Für Ghana beginnt die Weltmeisterschaft mit einem handfesten Skandal. Thomas Partey wurde zwar für den WM-Kader nominiert, beim Auftaktspiel gegen Panama am 17. Juni in Toronto wird der ehemalige Arsenal-Profi aber fehlen – nicht aus sportlichen Gründen, sondern weil ihm die Einreise nach Kanada verweigert wurde.
OE24 auf Google bevorzugen

Grund: Der 32-Jährige steht in England vor Gericht. Gegen Partey liegen nämlich mehrere Anklagen wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung vor. Der Villareal-Mittelfeldspieler bestreitet sämtliche Vorwürfe und plädierte in allen Anklagepunkten auf nicht schuldig. Ein Urteil gibt es bislang nicht, das Verfahren läuft noch.

Kanada zieht Reißleine

Trotz seiner Nominierung für die WM erhielt Partey nun kein Visum für Kanada. Die FIFA bestätigte, dass er deshalb auch nicht zum ersten Gruppenspiel gegen Panama (18. Juni, 1 Uhr/ServusTV)  in Toronto reisen darf. Über Visa-Entscheidungen der Gastgeberländer habe der Weltverband keinen Einfluss.

Besonders brisant: Kanada verweist bei Einreiseentscheidungen auf strenge Sicherheitsbestimmungen. Personen, die im Zusammenhang mit schweren Straftaten stehen, können demnach als nicht einreiseberechtigt eingestuft werden -  auch ohne rechtskräftige Verurteilung.

Skandal-Star darf dennoch hoffen

Für Ghana ist der Ausfall ein sportlicher Rückschlag. Partey zählt seit Jahren zu den wichtigsten Spielern der "Black Stars". Ganz von der WM ausgeschlossen ist er allerdings nicht. Für die weiteren Gruppenspiele gegen England in Boston und Kroatien in Philadelphia wäre der Mittelfeldspieler nach aktuellem Stand spielberechtigt, da diese Begegnungen in den USA stattfinden.

Während Ghana auf dem Platz um den Aufstieg kämpft, begleitet die Mannschaft damit bereits zu Turnierbeginn ein Fall, der weit über den Fußball hinaus für Schlagzeilen sorgt.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden