Lifehack

Viraler Fenster-Trick: So schützt eine Rettungsdecke vor der Sommerhitze

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In den sozialen Medien geht momentan ein Lifehack viral, der die Wohnung im Sommer kühl halten soll.
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Die Sonne knallt stundenlang gegen die Fenster, das Wohnzimmer verwandelt sich langsam in eine Sauna und selbst der Ventilator verteilt nur noch warme Luft. In den sozialen Netzwerken macht deshalb gerade ein ungewöhnlicher Hitze-Hack die Runde: Eine simple Rettungsdecke soll verhindern, dass sich die Wohnung tagsüber so stark aufheizt.

Was zunächst nach einer ziemlich improvisierten Lösung aussieht, hat tatsächlich einen sinnvollen physikalischen Hintergrund. Allerdings funktioniert der Trick nur, wenn die Folie richtig angebracht wird. Ein entscheidender Fehler kann der Fensterscheibe sogar schaden.

Rettungsdecke wird zum Hitzeschild

Rettungsdecken bestehen aus einer extrem dünnen, metallisierten Kunststofffolie. Ihre glänzende Oberfläche kann Wärmestrahlung reflektieren. Genau diese Eigenschaft macht sich der virale Fenster-Hack zunutze.

Wird die Rettungsdecke außen vor einem sonnigen Fenster befestigt, trifft ein Teil der Sonnenstrahlung gar nicht erst auf die Scheibe beziehungsweise gelangt nicht ungehindert in den Raum. Die Wohnung wird dadurch zwar nicht aktiv gekühlt, sie heizt sich aber langsamer und weniger stark auf.

So funktioniert der Rettungsdecken-Hack

Für den Hitzeschutz wird eine zusätzliche Rettungsdecke benötigt. Die Decke aus dem Auto- oder Hausapotheke-Verbandskasten sollte unbedingt für Notfälle reserviert bleiben.

Die Folie wird zunächst passend zur Größe des Fensters zugeschnitten. Anschließend wird sie von außen mit einem geeigneten, möglichst rückstandslos entfernbaren Klebeband am Fensterrahmen befestigt.

Wichtig: Die silberne Seite muss nach außen zur Sonne zeigen. Sie soll die einfallenden Strahlen reflektieren, bevor diese das Fenster und den dahinterliegenden Raum erwärmen.

Die Folie sollte möglichst glatt und sicher befestigt sein, damit sie bei Wind nicht reißt oder davonfliegt. Geklebt wird idealerweise am Rahmen und nicht direkt auf der Glasscheibe. Nach der Hitzeperiode lässt sich die Rettungsdecke wieder entfernen und für den nächsten heißen Tag aufbewahren.

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Vorsicht, dieser Fehler kann gefährlich für das Fenster werden

So einfach der Hack klingt, eine Regel ist besonders wichtig: Die Rettungsdecke gehört nach außen – nicht auf die Innenseite des Fensters.

Wird die reflektierende Folie innen angebracht, ist die Sonnenstrahlung bereits durch die Scheibe gedrungen. Zwischen Glas und Folie kann sich die Wärme stauen. Der Hack verliert dadurch nicht nur einen großen Teil seiner Wirkung, sondern kann die Scheibe zusätzlich belasten.

Fachleute warnen generell davor, ungeeignete Folien direkt oder nur teilweise auf Fensterscheiben zu kleben. Erwärmen sich einzelne Bereiche des Glases stärker als andere, können thermische Spannungen entstehen. Im ungünstigsten Fall kann die Scheibe springen. Besonders vorsichtig sollte man bei beschichteten, mehrfach verglasten oder bereits beschädigten Fenstern sein.

Die sicherere DIY-Variante lautet daher: Die Rettungsdecke außen am Rahmen befestigen, nicht fest auf das Glas kleben und bei Unsicherheit lieber auf ein weißes Tuch, einen Sonnenschutz oder eine fachgerecht montierte Fensterfolie zurückgreifen.

Wie viel kühler wird die Wohnung wirklich?

Versprechen aus sozialen Netzwerken, wonach die Rettungsdecke einen Raum pauschal um fünf Grad abkühlt, sollte man mit Vorsicht genießen. Wie groß der Effekt tatsächlich ist, hängt von zahlreichen Faktoren ab: der Größe und Ausrichtung der Fenster, der Verglasung, der Dauer der direkten Sonneneinstrahlung und davon, wie gut die Wohnung nachts auskühlen kann.

Am stärksten dürfte der Hack bei großen Süd- und Westfenstern helfen, auf die über mehrere Stunden direkt die Sonne scheint. In dunklen Räumen oder an Fenstern ohne direkte Sonneneinstrahlung ist der Effekt entsprechend kleiner.

Außen schlägt innen

Dass der Rettungsdecken-Trick grundsätzlich funktionieren kann, liegt vor allem an seiner Position. Experten empfehlen bei Sommerhitze generell einen außenliegenden Sonnenschutz. Rollläden, Raffstores, Markisen oder Sonnensegel fangen die Strahlung ab, bevor sie durch das Glas in die Wohnung gelangt.

Innenliegende Vorhänge und Rollos verdunkeln den Raum zwar, sind gegen Hitze jedoch deutlich weniger effektiv. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich ein Teil der Wärme bereits hinter der Fensterscheibe.

Wer keine Rollläden besitzt und nicht in einen teuren Sonnenschutz investieren möchte, bekommt mit der Rettungsdecke also eine günstige Übergangslösung. Optisch erinnert das Fenster danach zwar ein wenig an eine Raumstation – bei 32 Grad im Schlafzimmer dürfte das den meisten allerdings egal sein.

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