Extreme Trockenheit

Waldbrand-Alarm: Höchste Gefahrenstufe für weite Landesteile

Feuerwehrleute löschen ein Feuer im Wald, dichter Rauch liegt über dem verbrannten Boden.
© APA/FF DIETMANNS
Warum in Niederösterreichs ausgetrockneten Wäldern jetzt schon ein einziger Funke oder eine weggeworfene Flasche eine Katastrophe auslösen können.
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Hitze, Trockenheit und extreme Waldbrandgefahr: In Niederösterreich spitzt sich die Lage dramatisch zu. Für Teile des Bundeslandes wurde nun die höchste Waldbrand-Gefahrenstufe des europäischen Frühwarnsystems ausgerufen. Die Behörden appellieren eindringlich an die Bevölkerung, jedes Brandrisiko zu vermeiden.

Die anhaltende Hitzewelle sorgt für eine massive Austrocknung der Wälder. Besonders betroffen sind das Weinviertel, das Industrieviertel, das Wiener Umland, das Marchfeld und das Wiener Becken. Laut dem Europäischen Waldbrand-Informationssystem (EFFIS) wird für Samstag ein sehr hohes bis extremes Waldbrandrisiko erwartet. Für die kommenden Tage könnte sich die Situation sogar weiter verschärfen.

Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf warnt: "Jedes noch so kleine Risiko muss derzeit vermieden werden. Schon der kleinste Funke kann zur großen Gefahr werden und verheerende Folgen haben." Die Wälder stünden durch die anhaltende Hitze unter enormem Stress, die trockene Laub- und Streuschicht erhöhe die Entzündungsgefahr zusätzlich.

Strenges Feuerverbot im ganzen Bundesland

In allen Bezirken Niederösterreichs gelten weiterhin Waldbrandverordnungen. Offenes Feuer, Lagerfeuer, Grillen sowie das Rauchen im Wald und auf waldnahen Flächen sind verboten. Auch achtlos weggeworfene Zigaretten oder Glasflaschen können Brände auslösen und stellen derzeit ein erhebliches Risiko dar.

Die Behörden weisen darauf hin, dass selbst scheinbar sichere Bereiche wie trockene Wiesen schnell zu Brandherden werden können.

Feuerwehren auf Großeinsätze vorbereitet

Die Feuerwehren mussten in den vergangenen Wochen bereits mehrfach zu Waldbränden ausrücken. Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner betont, dass rund 600 speziell ausgebildete Feuerwehrmitglieder jederzeit für Waldbrandeinsätze bereitstehen.

Gemeinsam mit dem Land wurden mehr als 30 Spezialfahrzeuge zur Waldbrandbekämpfung angeschafft. Zusätzlich stehen Waldbrand-Container in den Bezirken bereit. Rund 300 Gemeinden verfügen außerdem über eigene Waldbrand-Einsatzpläne, um im Ernstfall möglichst rasch reagieren zu können.

Die Behörden appellieren eindringlich an alle Niederösterreicher: Schon kleinste Unachtsamkeiten könnten angesichts der extremen Trockenheit einen verheerenden Waldbrand auslösen.

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