Achtung

Wer dieses Teil der Spülmaschine ignoriert, riskiert teure Schäden

Frau öffnet eine voll beladene Geschirrspülmaschine in einer Küche.
© Getty Images
Sie öffnen die Spülmaschine und statt sauberem Geschirr erwartet Sie plötzlich ein muffiger Geruch und auf den Gläsern klebt ein ekliger Schmutzfilm? Der Grund dafür steckt häufig in einem unscheinbaren Bauteil, das beim Putzen oft vergessen wird.
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Wir verlassen uns täglich blind auf unseren Geschirrspüler. Klappe auf, schmutziges Geschirr rein, Tab dazu, Knopf drücken und fertig. Doch was viele vergessen: Die Spülmaschine reinigt sich nicht auf magische Weise komplett selbst. Am Boden des Geräts schlummert ein Bauteil, das als echter "Bodyguard" für die Maschine fungiert: der Filter (auch Sieb genannt). Er hält Essensreste, Fett oder Glasscherben davon ab, tief in die empfindliche Mechanik des Geräts vorzudringen. Doch wer dieses Sieb monatelang ignoriert, provoziert eine Kettenreaktion mit teilweise extrem teuren Folgen.

Das passiert, wenn Sie den Filter nie reinigen

Die Maschine wird zur Keimschleuder

Offene Spülmaschine mit Besteck, Gläsern und Schüsseln im oberen Korb.
Spülmaschine © Getty Images

Speisereste, die wochenlang im feucht-warmen Klima des Filters vor sich hin rotten, bilden eine klebrige Masse. Experten warnen davor, dass zersetzende Speisereste und fettes Spülwasser im Filter schnell muffig und faulig zu riechen beginnen. In der dunklen, geschlossenen Maschine entsteht so der perfekte Nährboden für Schimmelpilze und gesundheitsschädliche Bakterien.

Dauerhaft schmutziges Geschirr

Ist das Sieb komplett zugesetzt, kann das Wasser nicht mehr richtig ablaufen und zirkulieren. Die Maschine wälzt das durch Speisereste verunreinigte Wasser immer wieder um und sprüht es auf Ihr Geschirr. Das Resultat: Ein trüber Schmutzfilm auf den Gläsern, eingetrocknete Reste auf den Tellern und milchige Schlieren.

Teure Pumpenschäden

Hier hört der Spaß auf und es wird richtig teuer. Wenn das Sieb verstopft ist, muss die Umwälzpumpe der Maschine am Limit arbeiten, um das Wasser überhaupt noch durch das System pressen zu können. Irgendwann kapituliert das Bauteil vor dieser Dauerbelastung und fällt komplett aus. Allein eine neue Umwälzpumpe kostet (je nach Hersteller) schnell 60 bis 300 Euro. Hinzu kommen dann noch die hohen Arbeits- und Anfahrtskosten des Technikers.

In 3 Minuten gerettet: So reinigen Sie das Sieb richtig

Ein Kind öffnet die Tür einer eingebauten Spülmaschine in einer modernen Küche.
Spülmaschine © Getty Images

Die gute Nachricht: Um diese teuren Technikschäden und unhygienischen Zustände zu vermeiden, müssen Sie kein Experte sein. Die Reinigung dauert nur wenige Minuten:

  1. Ziehen Sie den unteren Geschirrkorb ganz aus der Maschine heraus.
  2. Der Filter befindet sich mittig am Boden. Meist lässt er sich mit einer simplen Vierteldrehung gegen den Uhrzeigersinn entriegeln und samt des zylinderförmigen Einsatzes nach oben herausziehen.
  3. Nehmen Sie das Filtersystem auseinander (es besteht meist aus einem Grob- und Feinsieb) und spülen Sie alle Teile unter warmem, fließendem Wasser ab. Hartnäckiges Fett oder verkrustete Reste entfernen Sie am besten mit einem Tropfen Spülmittel und einer alten Zahnbürste oder Spülbürste.
  4. Bevor Sie den Filter wieder einsetzen, wischen Sie die Vertiefung in der Maschine (den Spülensumpf) mit einem Tuch aus, um Reste zu entfernen, die sich darunter gesammelt haben.
  5. Setzen Sie das Sieb wieder ein und drehen Sie es im Uhrzeigersinn fest. Achtung: Das Sieb muss spürbar einrasten. Sitzt es locker, können harte Speisereste direkt in die Pumpe gesaugt werden.

Wie oft muss der Filter gereinigt werden?

Experten raten: Je nachdem, wie oft die Maschine läuft und wie gut das Geschirr vor dem Einräumen von groben Resten befreit wird, sollte das Sieb mindestens alle vier bis sechs Wochen kontrolliert werden. Bei intensiver, täglicher Nutzung ist sogar ein kurzer, wöchentlicher Check ratsam, um auf der sicheren Seite zu bleiben.

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