Mistelbach
Wütende Anrainer nach Sägewerkbrand
Anrainer Alexander Schlinke zeigt im Gespräch mit noe.orf.at auf einen konkreten Missstand: Laut einem Bescheid aus dem Jahr 2015 hätte das Hackschnitzellager – jenes Material, das in der Brandnacht in Flammen aufging – dreiseitig eingehaust und überdacht sein müssen. „Es ist im Freien gelagert und da sehe ich den größten Mangel", so Schlinke. Anrainerin Simone Gartner-Springer bringt es noch deutlicher auf den Punkt: „Das Brandrisiko war für uns das Horror-Szenario – und es ist jetzt wirklich eingetreten!"
Der Bürgermeister beschwichtigt
Erich Stubenvoll (ÖVP) verteidigt das Unternehmen: Das Sägewerk sei „einer der bestüberprüften Betriebe von ganz Mistelbach." Von Malversationen wisse er nichts. Zu keiner Zeit habe Gefahr für Leib und Leben bestanden.
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Rund 200 Feuerwehrleute kämpften über zehn Stunden gegen die Flammen – und das unter extremen Bedingungen. Die Glutnester in den Hackschnitzelhaufen mussten händisch und mit Radladern auseinandergenommen, abgelöscht und gesichert werden. Das Hackschnitzellager ist völlig zerstört, Produktionshallen und andere Lagerstätten konnten gerettet werden.
Sägewerk-Chefin Julia Wögerer lobt ihre Mannschaft: „Da hat jeder Griff gesessen – meine Mitarbeiter waren in zehn Minuten da!" Die Brandursache wird nun von Experten untersucht.
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