Britische Notenbank: Zinsen bleiben länger niedrig

Als dritte große Notenbank legt sich nach Fed und EZB nun auch die Bank von England langfristig fest. Die Zinsen würden so lange nicht erhöht, bis die Arbeitslosigkeit auf sieben Prozent falle, erklärten die Währungshüter am Mittwoch.

Die Lage am Arbeitsmarkt werde sich wohl nur langsam verbessern, für das dritte Quartal 2016 sagen die Währungshüter in ihrem vierteljährlichen Inflationsausblick eine Arbeitslosenquote von 7,1 Prozent voraus. Die bereits angekauften Wertpapiere würden zudem so lange nicht abgestoßen, wie die Arbeitslosigkeit zu hoch sei. Falls nötig, könnten die Wertpapierankäufe zudem weiter gesteigert werden, um die Wirtschaft in Schwung zu bringen.

Das Wachstum bleibe im historischen Vergleich schwach, auch wenn es so aussehe, als ob die Erholung an Fuß fasse. Die Inflation bleibe bis zum zweiten Halbjahr 2015 über der Zielmarke von zwei Prozent. Sollte die Inflation jedoch außer Kontrolle geraten, oder sollten Gefahren für die Finanzstabilität auftreten, halten sich die Notenbanker Zinserhöhungen beziehungsweise den Verkauf von Wertpapieren offen. Der Leitzins in Großbritannien liegt derzeit auf einem Rekordtief von 0,5 Prozent.