Citigroup überrascht mit deutlichem Gewinnsprung

Solide Geschäfte im Investmentbanking haben der drittgrößten US-Bank Citigroup einen deutlichen Gewinnsprung beschert. Der um Sondereffekte bereinigte Nettogewinn kletterte im zweiten Quartal auf 3,9 Mrd. Dollar (2,99 Mrd. Euro) und lag damit gut ein Viertel über dem Vorjahreswert, wie die Bank am Montag mitteilte.

Vor allem der Handel lief besser als erwartet, was auch für die europäischen Banken hoffen lässt. Zusätzlich profitierte Citi von steigenden Preisen auf dem amerikanischen Häusermarkt, einer sinkenden Vorsorge für faule Kredite und von Fortschritten beim Abschmelzen der konzerneigenen "Bad Bank" Citi Holdings.

Die in der Finanzkrise vom Staat gerettete Citi galt unter den US-Häusern neben der Bank of America lange Zeit als Sorgenkind. Denn der Abbau der milliardenschweren Altlasten aus dem Hypothekengeschäft dauerte länger als gedacht, weshalb das Institut mit seinen Quartalsergebnissen der Konkurrenz hinterher lief. Doch schon im ersten Quartal dieses Jahres überraschte Citi positiv - ein Trend, der sich jetzt fortsetzt.

Vor allem aber im Handel lief es glänzend, obwohl die Börsen zum Quartalsende weltweit nach unten gerauscht waren und Experten hier eher mit mauen Ergebnissen gerechnet hatten. Im Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren steigerte Citi die Einnahmen um 18 Prozent, im Aktienhandel sogar um 68 Prozent. Allerdings war das Vorjahresquartal auch ausgesprochen schwach gewesen.