Energiekonzern RWE schaltet Kraftwerke ab

Der Energiekonzern RWE hat nur dank Sondereffekten seinen Betriebsgewinn im ersten Halbjahr gesteigert und schaltet nun eine Reihe unrentabler Kraftwerke ab. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sei von Jänner bis Ende Juni um 9,1 Prozent auf 5,498 Milliarden Euro gestiegen, teilte der Versorger am Mittwoch mit. Von Reuters befragte Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Ebitda von 5,537 Milliarden Euro gerechnet.

Das Plus sei aber nur auf den positiven Ausgang des Gasstreits mit dem russischen Gaslieferanten Gazprom zurückzuführen. Dem Konzern machten im Erzeugungsgeschäft die stark gefallenen Großhandelspreise zu schaffen. Daher nehme RWE in Deutschland und den Niederlanden Kraftwerke mit einer Leistung von 3100 Megawatt aus dem Markt.

Damit bestätigte das Unternehmen eine Meldung der Nachrichtenagentur Reuters, die bereits am Montag über die Pläne berichtet hatte. "Weitere Kraftwerke sind auf dem Prüfstand; hier werden sämtliche Optionen zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit ausgelotet", erklärte der Versorger. Unter dem Strich fiel das Ergebnis um 38 Prozent auf 979 Millionen Euro.

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