Europas Leitbörsen am Vormittag mit Kursgewinnen

Die Leitbörsen in Europa haben am Donnerstag im frühen Handel im Plus tendiert. Der Euro-Stoxx-50 legte 0,03 Prozent auf 3.183,87 Punkte zu.

Gute Vorgaben aus den USA ließen die europäischen Aktienbörsen am Vormittag Gewinne einfahren. Am Vorabend veröffentlichte die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) ihr jüngstes Protokoll. Die Notenbanker deuten darin an, dass die Zinsen nicht so schnell erhöht würden wie viele Experten erwartet hatten. Schwache Industriedaten aus der Eurozone rückten in den Hintergrund.

An der Spitze des Euro-Stoxx-50 standen am Vormittag die Titel von LVMH, die 3,59 Prozent auf 141,35 Euro zulegten. Der Luxusgüterkonzern hat Umsatzzahlen für das erste Quartal vorgelegt. Er sei insgesamt etwas schwächer als erhofft ausgefallen, beurteilte eine UBS-Analystin die Zahlen. Allerdings habe der Luxusgüterkonzern in den entscheidenden Sparten deutlich besser abgeschnitten.

In London verteuerten sich die Papiere der Royal Bank of Scotland um 1,39 Prozent auf 314,10 Pence. Die im Zuge der Finanzkrise notverstaatlichte Großbank hat sich mit der britischen Regierung über den Ablauf künftiger Dividendenzahlungen geeinigt: Sie müssen nun nicht mehr bevorzugt an den Staat abgeführt werden.

Abschläge gab es für die europäischen Versorger. Iberdrola-Anteilsscheine verloren 3,08 Prozent auf 4,85 Euro. Die Papiere von Enel verbilligten sich um 1,60 Prozent auf 4,07 Euro. E.On-Aktien fielen 0,50 Prozent auf 13,80 Euro. RWE-Titel verloren 0,37 Prozent auf 28,62 Euro.