Europas Leitbörsen nach EZB-Zinssenkung höher
Die EZB hat ihren Leitzins auf ein Rekordtief gesenkt und erstmals einen negativen Einlagensatz beschlossen. Angesichts der zuletzt sehr niedrigen Inflationsrate wird der Zins, zu dem sich die Geschäftsbanken bei der Notenbank Geld leihen können, von 0,25 auf 0,15 Prozent gesenkt. Der Einlagensatz, zu dem Banken kurzfristig Geld bei der Notenbank parken können, wird erstmals in den negativen Bereich gedrückt. Er sinkt von bisher null Prozent auf minus 0,10 Prozent. Marktbeobachter hatten diese Schritte überwiegend erwartet.
Außerdem haben die Notenbanker weitere unkonventionelle Maßnahmen angekündigt. Details dürften in der Pressekonferenz von EZB-Chef Mario Draghi folgen. Unmittelbar nach der Entscheidung rutschten die europäischen Leitbörsen kurzfristig etwas ab, nur um sich direkt danach weiter nach oben zu orientieren.
Abseits der Zinsentscheidung sorgten Unternehmensnachrichten für Bewegung. Die Aktie der Deutschen Telekom gewann 1,09 Prozent auf 12,545 Euro, nachdem Medien über Fortschritte beim angestrebten Verkauf des US-Tochterkonzerns berichtet hatten. Demnach soll eine Einigung zwischen der Telekom und dem US-Konzern Sprint kurz bevorstehen.
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