Europas Leitbörsen schließen einheitlich im Plus

Nach guten Vorgaben aus Asien und der am Vortag nach Börsenschluss erfolgten Veröffentlichung eines Redemanuskripts der künftigen US-Notenbank-Chefin Janet Yellen haben sich die europäischen Aktienmärkte am Donnerstag einheitlich freundlich präsentiert. Der Euro-Stoxx-50 stieg um 32,52 Einheiten oder 1,08 Prozent auf 3.053,69 Zähler.

Die Anhörung der designierten Fed-Chefin Janet Yellen vor dem US-Senat war noch im Gange, als die Börsen in Europa schlossen. Sie brachte bis dahin aber keine großen Überraschungen. Die US-Wirtschaft müsse sich noch weiter erholen und die Konjunktur robuster werden, sagte Yellen. Damit deutet alles auf eine Fortsetzung der ultralockeren Geldpolitik der Fed hin.

In Europa hat sich unterdessen die wirtschaftliche Entwicklung etwas eingetrübt. Das Bruttoinlandsprodukt der Eurozone ist im Sommerquartal nur um 0,1 Prozent zum Vorquartal gestiegen. Märkten wurde dies aber nicht als Indiz für eine konjunkturelle Verschlechterung gedeutet, sagte ein Marktbeobachter.

Stärkere Impulse kamen von der langsam zu Ende gehenden Berichtssaison. In Paris legten die Titel des Mischkonzerns Bouygues nach überraschend guten Zahlen 6,23 Prozent zu und schlossen bei 29,52 Euro.

In Frankfurt rückten K+S in den Blick, die im Frühhandel zwischenzeitlich an der Spitze des DAX standen. Im Verlauf gaben sie die Gewinne aber vollständig wieder ab und rutschten im Späthandel sogar noch deutlich ins Minus. Sie schlossen mit einem Minus von 4,14 Prozent bei 19,70 Euro zu.

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