Eröffnung

Europas Leitbörsen leicht im Plus

Zurückhaltung vor Zinsentscheidungen - Sanofi nach Zahlen schwach.

Die Börsen in Europa haben am Donnerstag im Frühhandel vor den mit Spannung erwarteten neuen Aussagen der Notenbanken in London und Frankfurt mehrheitlich mit leichten Kursgewinnen tendiert. Der Euro-Stoxx-50 gewann 0,32 Prozent auf 2.625,61 Punkte. Im bisherigen Wochenverlauf büßte er damit dennoch rund drei Prozent ein.

Für den CAC-40 in Paris ging es um 0,11 Prozent auf 3.647,01 Punkte nach oben. Der Londoner FTSE-100-stieg um 0,14 Prozent auf 6.304,11 Punkte und der DAX in Frankfurt verbesserte sich leicht um 0,13 Prozent auf 7.590,81 Zähler.

Vor den Zinsentscheidungen der Bank of England und der EZB seien die Anleger vorsichtig, zumal die Krise in Euroland wieder in den Fokus gerückt sei, kommentierte ein Marktstratege. In Großbritannien wird der künftige Notenbankchef Mark Carney dem Finanzausschuss Rede und Antwort stehen. Von der EZB erwarten Experten zwar keine Änderung der Geldpolitik, uneins sind sie sich aber, ob die Zeichen eher auf Ausstieg aus der Krisenpolitik oder auf eine Ausweitung stehen.

Ein Branchenvergleich zeigte Werte aus dem Öl- und Gassektor unter den größeren Gewinnern. Freundlich tendierten auch Bauwerte, Aktien aus der Automobilbranche sowie Banken-Titel. Schwächer tendierte hingegen der Gesundheits-Sektor.

Mit Blick auf die Unternehmensbilanzen rückten vor allem die Aktien der Credit Suisse (CS) in den Blick, die nach deutlicher Berg- und Talfahrt zuletzt um 2,33 Prozent stiegen. Nach einem Gewinneinbruch will die Schweizer Großbank erneut stärker sparen und die jährlichen Kosten jetzt bis 2015 um 4,4 Milliarden auf rund 16 Milliarden Franken drücken.

Im Euro-Stoxx fielen die Anteilsscheine von Sanofi mit 4,09 Prozent so kräftig wie seit langem nicht mehr. Umsatzeinbußen durch billigere Konkurrenzprodukte für wichtige Umsatzbringer haben dem französischen Pharmakonzern im abgelaufenen Geschäftsjahr zugesetzt. Auch der Gewinn ging zurück.