DAX, Börse, Frankfurt

Mehrheitlich Verluste

Europas Börsen schließen im Minus

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Die europäischen Leitbörsen schlossen mit tieferer Grundtendenz.

Der Auswahlindex Euro-Stoxx-50 reduzierte sich um 23,78 Einheiten oder 0,85 Prozent auf 2.765,33 Punkte.

Händler erklärten die fallenden Kurse mit den Sorgen um die Entwicklung der US-Wirtschaft nach den enttäuschenden Konjunkturdaten vom vergangenen Freitag. Auch die europäische Schuldenkrise rund um Griechenland belaste die Kurse weiterhin, so ein Marktteilnehmer.

Kampf gegen Pleite Griechenlands
Im Kampf gegen eine Pleite Griechenlands wollen die Regierungen der Eurozone nach Informationen des "Wall Street Journal" (WSJ) die Banken mit 30 Mrd. Euro zur Kasse bitten. Die 17 Regierungen der Euroländer hätten sich in einer "vorläufigen Vereinbarung" über ein neues Hilfspaket für das angeschlagene Euroland geeignet, berichtete das Blatt am Sonntag unter Berufung auf ranghohe Offizielle.

Vor diesem Hintergrund gerieten insbesondere Finanztitel unter Abgabedruck. UniCredit und Intesa Sanpaolo verloren am unteren Ende des Euro-Stoxx-50 um 3,06 Prozent auf 1,52 Euro bzw. 3,00 Prozent auf 1,78 Euro, Societe Generale ermäßigten sich um 2,18 Prozent auf 40,09 Euro. Auch Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA) schlossen mit einem Minus von 2,68 Prozent auf 7,82 Euro klar in der Verlustzone.

Lufthansa mit leichten Verlusten
Unter Abgabedruck standen auch Deutsche Lufthansa (minus 0,99 Prozent auf 14,54 Euro) und Air France-KLM (minus 1,42 Prozent auf 11,11 Euro), nachdem der Dachverband der Fluggesellschaften IATA seine diesjährige Gewinnprognose nach unten revidiert hatte. Statt der zuvor erwarteten 8,6 Mrd. Dollar rechnet der Verband nun nur noch mit vier Mrd. Dollar Gewinn. Das erklärte der scheidende IATA-Generaldirektor Giovanni Bisignani beim Auftakt der Jahrestagung des Verbandes in Singapur.

Auf der Verlustseite fanden sich auch Daimler und Rolls-Royce, die um 0,78 Prozent auf 47,20 Euro bzw. 0,24 Prozent auf 627,5 Pence einbüßten. Die Unternehmen hatten gemeinsam mitgeteilt, mit knapp 60 Prozent die anvisierte Mehrheit an ihrem Übernahmeziel Tognum zu halten. Es sei damit zu rechnen, dass ihnen innerhalb der 14-tägigen, gesetzlich vorgeschriebenen Nachfrist weitere Aktien angeboten werden.

Pharmakonzern Bayer in der Gewinnzone
In der Gewinnzone präsentierten sich indes Bayer, die im Spitzenfeld des Euro-Stoxx-50 um 1,48 Prozent auf 56,25 Euro dazugewannen. Der Pharma- und Chemiekonzern hatte sich mit positiven Studiendaten zum Krebsmittel Alpharadin zu Wort gemeldet. Novartis (minus 0,28 Prozent auf 53,00 Schweizer Franken) drehten indes gegen Handelsschluss ins Minus, nachdem die Papiere über weite Strecken des Handelstages fester tendiert hatten. Die Schweizer hatten in der Europäischen Union eine erweiterte Zulassung für das Augenmittel Lucentis erhalten.

Glencore International (plus 1,98 Prozent auf 515 Pence) konnten nach einem Analystenkommentar durch die Deutsche Bank wiederum mit festerer Tendenz aus dem Handel gehen. Die Wertpapieranalysten hatten die Aktie des Rohstoffgiganten in einer Ersteinstufung mit "buy" bewertet.

Börse          Index          Schluss       Diff (P)    Diff (%)
 Wien           ATX            2.746,91     - 17,46       - 0,63
 Frankfurt      DAX            7.084,57     - 24,46       - 0,34
 London         FT-SE-100      5.863,16     +  8,1        + 0,14
 Paris          CAC-40         3.863,40     - 27,28       - 0,70
 Zürich         SPI            5.864,95     - 37,97       - 0,64
 Mailand        FTSE MIB      20.525,04     -284,88       - 1,37
 Madrid         IBEX-35       10.157,70     -128,00       - 1,24
 Amsterdam      AEX              339,18     -  1,06       - 0,31
 Brüssel        BEL-20         2.617,14     - 11,57       - 0,44
 Europa         Euro-Stoxx-50  2.765,33     - 23,78       - 0,85
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