Wall Street schließt im Plus

US-Börsen

Wall Street schließt im Plus

Hoffnung auf Fortschritte bei der Euro-Finanzkrise beflügeln Kurse.

Die New Yorker Aktienbörse hat am Dienstag fester geschlossen. Der Dow Jones Industrial Index stieg um 146,83 Punkte oder 1,33 Prozent auf 11.190,69 Einheiten. Der S&P-500 Index gewann 12,43 Punkte oder 1,07 Prozent auf 1.175,38 Zähler. Der Nasdaq Composite Index erhöhte sich um 30,14 Einheiten oder 1,20 Prozent auf 2.546,83 Zähler.

Hoffnung auf Fortschritte bei Lösung der Euro-Krise
Angetrieben wurden die US-Börsen von neuen Hoffnungen auf Fortschritte bei der Lösung der europäischen Schuldenkrise. Der TV-Sender CNBC hatte von Plänen in der Eurozone berichtet, wonach die Banken künftig Anleihen hochverschuldeter Eurostaaten gegen sicherere Anleihen eintauschen könnten.

Bisher sollte dafür nur der Rettungsfonds EFSF zuständig sein, nun ist offenbar auch die Europäische Investitionsbank EIB im Gespräch, die hierfür eine Zweckgesellschaft gründen soll. Dies schüre die Fantasie weiter, hieß es am Markt.

Für Gewinne könnten Händlern zufolge auch kurspflegende Maßnahmen zur Bilanzkosmetik im Vorfeld des Quartalsultimos gesorgt haben. Nach einem festen Start und noch deutlicheren Kursgewinnen im Verlauf, gaben die US-Börsen aber einen großen Teil ihrer Gewinne im Späthandel wieder ab. Zu Handelsende dämpfte ein Bericht über eine stärkere Beteiligung des Finanzsektors an der Rettung Griechenlands die Stimmung.

Auf und Ab bei den Finanzwerten
Eine Berg- und Talfahrt sahen vor diesem Hintergrund einige Finanzwerte. Bankwerte waren angesichts der Hoffnungen auf einen Weg aus der Schuldenkrise zunächst stark gesucht, drehten im Späthandel aber deutlich nach unten. Bank of America schlossen 1,82 Prozent tiefer bei 6,48 Dollar. JP Morgen ermäßigten sich um 0,25 Prozent auf 31,57 Dollar.

Nach unten ging es auch mit Home Depot (minus 0,35 Prozent auf 33,88 Dollar). Einzelhandelswerte litten unter den schwach ausgefallenen Daten zum US-Verbrauchervertrauen. Der am Dienstag gemeldete Konjunkturindex des Verbrauchervertrauens war im September leicht auf 45,4 Punkte gestiegen, Analysten hatten allerdings mit einer deutlicheren Stimmungsaufhellung gerechnet.

Tagesgewinner im Dow Jones waren Hewlett Packard mit einem Plus von 3,87 Prozent auf 23,59 Dollar. Am Freitag waren die Titel des weltgrößten Computerherstellers nach dem Wechsel an der Unternehmensspitze noch um mehr als zwei Prozent abgesackt. Am Montag hatten die Papiere das Minus allerdings schon fast wieder ausgeglichen.

Nach dem Kurssturz von 27 Prozent am Vortag erholten sich Kodak etwas und beendeten den Tag 4,60 Prozent höher bei 1,82 Dollar. Der Fotopionier hatte Ende vergangener Woche angekündigt, 160 Millionen Dollar aus einer Kreditlinie zu ziehen. Der Zeitpunkt eine Woche vor Quartalsabschluss hatte bei Anlegern sofort die Alarmglocken schrillen lassen, obwohl das Unternehmen Befürchtungen hinsichtlich seiner Finanzlage entgegengetreten war.

Apple gaben um 0,97 Prozent auf 399,26 Dollar nach. Analyst Mark Moskowitz von JPMorgan hatte seinem Kollegen in Asien in dessen Einschätzung zu rückläufigen Auftragseingängen beim iPad widersprochen. Der Kollege hatte am Montag geschrieben, dass Zulieferer einen Rückgang der Bestellungen für das iPad von 25 Prozent für das vierte Quartal verzeichnet hätten.