Hannover Rück verfünffachte Quartalsgewinn - Kaum Großschäden

Der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück ist dank ausgebliebener Naturkatastrophen und lukrativer Finanzgeschäfte mit einem überraschend kräftigen Gewinnsprung ins Jahr gestartet. Ein Jahr nach dem Tsunami in Japan und dem schweren Erdbeben in Neuseeland verfünffachte sich der Überschuss im ersten Quartal auf 261,3 Mio. Euro, teilte das Unternehmen mit.

Dies war auch dank gestiegener Gewinne aus Kapitalanlagen deutlich mehr als von Analysten erwartet. Ein Jahr zuvor war das Unternehmen nur dank einer Steuerrückzahlung in den schwarzen Zahlen geblieben.

Diesmal hielten sich die Großschäden deutlich in Grenzen. Die Großschadenbelastung erreichte mit knapp 61 Mio. Euro nur einen Bruchteil der 572 Mio. Euro aus dem Vorjahreszeitraum. Größter Fall war der Untergang des Kreuzfahrtschiffs Costa Concordia im Jänner, der die Hannover Rück 45 Mio. Euro kostete. Die Schaden/Kosten-Quote lag bei 96,8 (123,8) Prozent. Damit arbeitete der Konzern im Kerngeschäft wieder profitabel.

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