Imperial Tobacco verkaufte weniger Zigaretten

Europas zweitgrößter Tabakkonzern Imperial Tobacco Group, in Österreich die Nummer 3, hat wegen des sich verschlechternden Umfelds für Zigarettenhersteller in Europa weniger verdient. Der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn ging im ersten Geschäftshalbjahr (Ende März) um 6,5 Prozent auf 1,43 Milliarden Pfund (1,69 Mrd. Euro) zurück, wie der Hersteller von Gauloises-Zigaretten mitteilte. Auch der Absatz von Tabakwaren nahm um rund 6 Prozent ab.

Imperial Tobacco leidet wie andere Tabakkonzerne auch unter den strengeren Anti-Tabak-Gesetzen, den inzwischen in vielen Ländern Europas geltenden Rauchverboten sowie höheren Tabaksteuern. Auch die Wirtschaftskrise belastet das Geschäft. In Großbritannien wird derzeit über ein Gesetz diskutiert, dass die Logos der Markenhersteller verbannt und stattdessen Einheitspackungen anordnet.

Imperial Tobacco ist in Großbritannien Marktführer mit einem Anteil von rund 45 Prozent. Auch der illegale Handel mit Zigaretten wird laut Imperial Tobacco zunehmend zum Problem. Dies gelte neben dem Heimatmarkt vor allem für Länder wie Spanien und Frankreich.

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