MAN verlangt nach Korruptionsaffäre Schadenersatz von Ex-Chef

Der deutsche Nutzfahrzeug- und Motorenhersteller MAN verlangt laut einem Zeitungsbericht von seinem früheren Vorstandschef Hakan Samuelsson Schadenersatz in Millionenhöhe. Samuelsson solle sämtliche Kosten der Schmiergeldaffäre von 237 Mio. Euro übernehmen, schreibt die "Süddeutsche Zeitung" (Montag).

Eine entsprechende Forderung habe der Aufsichtsrat unter Führung von Ferdinand Piech schon im Sommer an Samuelsson gerichtet. Auch von weiteren ehemaligen Vorstandsmitgliedern sowie einigen damaligen Managern würden Beträge von teils über 100, teils über 200 Mio. Euro gefordert. Den Managern wird vorgeworfen, durch mangelhafte Kontrollsysteme Schmiergeldzahlungen ermöglicht zu haben.

Der Zeitung gegenüber wies Samuelssons Anwalt die Vorwürfe zurück: "Der Anspruch ist nicht begründet." Das Unternehmen wollte sich nicht äußern. Samuelsson hatte Ende 2009 sein Amt niedergelegt und damit die Verantwortung übernommen. Direkt wurden ihm keine Vergehen nachgewiesen.