PSA Peugeot Citroen stoppt Slowakei-Produktion

Die Absatzschwierigkeiten auf dem Automobilmarkt in Europa fordern jetzt ihr erstes Opfer auch in der Slowakei. Der Autokonzern PSA Peugeot Citroen im westslowakischen Trnava wird ab Montag nächster Woche seine Produktion stoppen. Vorerst sollen die Fließbänder eine Woche lang stillstehen, wie das slowakische Wirtschaftsblatt "Hospodarske noviny" am Mittwoch berichtete.

Für die rund 3.000 Arbeitnehmer der Fabrik wird es Lohnkürzungen geben, bestätigte PSA-Sprecher Peter Svec. Voraussichtlich werden Mitarbeiter während der Produktionspause nur 60 Prozent ihrer Gehälter bekommen, teilweise will der Autoproduzent aber auch auf flexible Arbeitszeitkonten zurückgreifen, hieß es. Zudem sind bereits weitere Streichungen im Produktionsplan vorgesehen, vermutlich werden auch in den folgenden Monaten zumindest an Freitagen keine Neuwagen von den Fließbändern in Trnava rollen.

Laut Analysten wird der slowakischen Fabrik von PSA Peugeot Citroen ihre Abhängigkeit vom europäischen Markt zum Verhängnis, auf dem gut 70 Prozent der Umsätze generiert werden. Da dieser Markt in den letzten sechs Jahren um nahezu ein Fünftel gefallen ist, waren Konsequenzen unausweichlich. Die Situation könnte sich weiter verschärfen, wenn sich der Produktionsrückgang bei PSA auch bei den Zulieferern bemerkbar macht.

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