Talanx steckt Großschäden gut weg

Deutschlands drittgrößter Versicherungskonzern Talanx hat die Folgen des Erdbebens in Japan im März fast weggesteckt. Das operative Ergebnis (EBIT) sank in den ersten neun Monaten 2011 nur um fünf Prozent auf 720 Mio. Euro, wie der Konzern aus Hannover mitteilte.

Dank einer ungewöhnlich niedrigen Steuerlast stieg der Nettogewinn sogar um 20 Prozent auf 566 Mio. Euro. Nach Anteilen Dritter - das sind vor allem die Kleinaktionäre der Rückversicherungs-Tochter Hannover Rück - hat sich der Konzerngewinn auf 329 (Vorjahr 115) Mio. Euro sogar fast verdreifacht.

Die Großschäden stiegen in diesem Jahr stark an. Allein für Naturkatastrophen musste Talanx bis Ende September 630 (463) Mio. Euro auszahlen. Bei den Kapitalanlagen musste Talanx trotz der Turbulenzen an den europäischen Kapitalmärkten kaum Abstriche machen: Mit 2,35 (2,40) Mrd. Euro blieb das Kapitalanlageergebnis nahezu konstant. Staatsanleihen aus den Euro-Schuldenstaaten machten nur 1,5 Prozent der gesamten Kapitalanlagen aus.

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