Twitter-Aktien werden teurer als gedacht

Börsegang

Twitter-Aktien werden teurer als gedacht

Unternehmen könnte 1,75 Mrd. Dollar einnehmen. Börsenwert 13 Mrd. Dollar.

Der Kurznachrichtendienst Twitter steht kurz vor seinem Börsengang. Es ist nach Facebook der nächste große Börsencoup eines Sozialen Netzwerks. In Österreich spielt Twitter für die Werbewirtschaft derzeit kaum eine Rolle. Auf der Twitter-Website für Werbekunden, business.twitter.com, lässt sich Österreich als Standort nicht einmal auswählen. Während Österreichs Unternehmen für Facebook-Werbung jährlich mehrere Millionen Euro ausgeben - 2012 waren es laut einer Studie von "Werbeplanung.at" an die 7 Mio. Euro - ist Twitter als Werbemittel hierzulande noch nicht angekommen.

Twitter hebt Preisspanne für Börsengang an
Twitter wird beim anstehenden Börsengang voraussichtlich deutlich mehr Geld einnehmen als zuletzt gedacht. Die 70 Millionen Aktien sollen Investoren nun zu jeweils 23 bis 25 Dollar (17 bis 18,5 Euro) angeboten werden, wie der Kurznachrichtendienst am Montag mitteilte. Damit kann das US-Unternehmen bis zu 1,75 Mrd. Dollar einnehmen. Der Konzern käme auf einen Börsenwert von mehr als 13 Mrd. Dollar. Bisher war eine Preisspanne von 17 bis 20 Dollar angepeilt worden.

Das Twitter-Management wirbt derzeit intensiv bei potenziellen Investoren für die Aktien - offensichtlich mit Erfolg. Die Nachfrage übersteige das Angebot, sagte eine mit den Details vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Die Investmentbank Goldman Sachs organisiert den Börsengang federführend. Auch JPMorgan und Morgan Stanley helfen.

Handelsstart am Donnerstag
Der genaue Ausgabepreis soll am Mittwoch bekanntgegeben werden. Der Handelsstart in New York ist dann für Donnerstag vorgesehen. Twitter ist seit Facebook vor eineinhalb Jahren der am meisten beachtete Börsengang. Bei Facebook hatten die Banken den Preis vor dem Debüt in die Höhe getrieben, an der Börse stürzten die Papiere dann schnell ab.

Twitter verwies am Montag auch auf ein Risiko für Investoren. Das Unternehmen habe einen Brief von IBM erhalten. Der Technologie-Riese werfe Twitter vor, gegen mindestens drei IBM-Patente in den USA zu verstoßen.