Serbien soll seine Hartwährungsreserven aufstocken

Auslandsserben sorgen für 15 % des serbischen BIP

Die Geldüberweisungen der im Ausland lebenden Serben stellen für ihre Landsleute daheim seit Jahren eine wichtige Einnahmenquelle dar. 2009 stiegen diese Transfers um ein Zehntel auf 5,5 Mrd. US-Dollar (4,15 Mrd. Euro) - das entspreche rund 15 Prozent des serbischen BIP, sagte der für die Auslandsserben zuständige Minister Srdjan Sreckovic der Agentur Tanjug.

Diese Geldüberweisungen werden von offizieller Seite begrüßt, denn sie würden wesentlich zur volkswirtschaftlichen Stabilität des Landes beitragen. Allerdings fließt nur ein kleiner Teil des Geldes in Investitionen für die Produktion.

Seit 2000 haben laut amtlicher Statistik im Ausland lebende Serben insgesamt 550 Mio. Dollar in kleine und mittlere Unternehmen in Serbien investiert. Diese Unternehmen beschäftigen insgesamt rund 22.000 Menschen. Die ausländischen Direktinvestitionen in Serbien beliefen sich 2009 laut offiziellen Angaben auf rund 2 Mrd. Dollar.